Ehning, Blum, Klaphake, Tebbel: Springausschuss nominiert WM-Equipe

Routinier Marcus Ehning (Borken), die beiden Amazonen Simone Blum (Zollig) und Laura Klaphake (Steinfeld) sowie Maurice Tebbel (Emsbüren) bilden die deutsche Springreiter-Equipe bei den Weltreiterspielen im September in Tryon/North Carolina. Der Springausschuss der Deutschen Reiterlichen Vereinigung nominierte zudem Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) als Reservist.

Bei Blum und Klaphake steht der Beritt bereits fest. Blum sattelt Alice, Klaphake vertraut auf Catch me if you can, die beiden Vierbeiner zählen zu den besten Springpferden weltweit. Der dreimalige Weltcupsieger Ehning, der zuletzt den Großen Preis von Aachen gewonnen hatte, muss sich noch zwischen Pret a Tout und Comme il faut entscheiden, Tebbel zwischen Chacco's Son und Don Diarado. Dreher würde mit Belinda nachrücken.

Ein wenig überraschend verzichtete Bundestrainer Otto Becker auf eine Nominierung von Philipp Weishaupt (Riesenbeck). Der Bereiter im Stall des viermaligen Olympiasiegers Ludger Beerbaum startet mit seinem Schimmel Convall im unmittelbaren Vorfeld der WM noch beim Fünfsterneturnier in Calgary. Er habe den ganzen Sommer über darauf hingewiesen, dass Weishaupt in Calgary reiten werde, sagte Beerbaum dem SID, doch am vergangenen Samstag habe man ihn plötzlich vor die Wahl gestellt: "Wie es jetzt gelaufen ist, das ist schade, richtig schade."

Becker begründete seine Entscheidung sehr deutlich. "Grundlagen der Nominierung sind neben der erbrachten Leistung in dieser Saison eine optimale Vorbereitung und Leistungsperspektive für die WM", sagte der 59-Jährige: "Der Start eines Pferdes wenige Tage vor den Weltreiterspielen beim internationalen Springturnier in Calgary fällt aus Sicht des Springausschusses nicht darunter."

Beim CHIO in Aachen hatte Weishaupt auf einen Einsatz in der deutschen Equipe für den Nationenpreis am Donnerstagabend verzichtet, um Convall für den mit einer Million Euro dotierten Großen Preis am Sonntag zu schonen. Da Weishaupt im September 2017 in Calgary gesiegt hatte, hätte er bei einem Erfolg in Aachen eine Zusatzprämie von 250.000 Euro kassiert. Allerdings verpasste der Sieger von 2016 nach einem Abwurf im zweiten Umlauf das Stechen

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