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Eispiraten Crimmitschau erleben in Regensburg ein Debakel

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Der Eishockey-Zweitligist hat im dritten Spiel des Playoff-Halbfinals die höchste Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Eine Eigenschaft des Teams lässt aber hoffen.

Crimmitschau.

Die Fans der Eispiraten Crimmitschau dürften am Montagabend auf einen Aprilscherz gehofft haben, aber die Partie ihrer Mannschaft bei den Eisbären Regensburg war bittere Realität. Bei der 4:8-Niederlage (1:4, 0:4, 3:0) im dritten Aufeinandertreffen beider Mannschaften innerhalb von fünf Tagen war schon nach nicht einmal 22 Minuten die Vorentscheidung gefallen. Da trafen die Hausherren zum 5:1 im Halbfinalduell der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) und erhöhten wenig später in einer fünfminütigen Überzahl sogar auf 7:1. Zu dem Zeitpunkt hatte Oleg Shilin im Tor der Gäste bereits Platz gemacht für Christian Schneider: Nach dem 0:4 in der 16. Minute fuhr Shilin zur Bank und ließ seinen Teamkollege aufs Eis. Die Regensburger revanchierten sich mit dem Erfolg eindrucksvoll für die 1:6-Niederlage am Samstagabend in Crimmitschau, als sie selbst kaum eine Chance hatten.

Eispiraten können Ausfälle nicht ersetzen

Bei den Eispiraten machte sich in Spiel 3 vor allem ein personeller Aspekt bemerkbar. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen am Donnerstag in Regensburg und zum Samstag fehlten mit Verteidiger Gregory Kreutzer und Stürmer Justin Büsing zwei Förderlizenzspieler. Beide standen am Montag im Line-Up der Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die mit einem 3:0-Sieg in ihre Halbfinalserie der DEL gegen den EHC Red Bull München starteten. Ein Einsatz der Duos in Crimmitschau scheint auch in den beiden Spielen am Mittwoch und Freitag sowie einem möglichen Spiel 6 am Sonntag unrealistisch, da Bremerhaven da erneut parallel spielt. Erst in einem Spiel 7 - wer als erstes vier Siege feiert, zieht ins Endspiel ein - könnten sie wieder für die Eispiraten auflaufen. Vorausgesetzt, Bremerhaven gewinnt viermal hintereinander gegen München.

Crimmitschauer Spiel mit zu vielen Fehlern

Da mit Verteidiger Max Balinson und Stürmer Hayden Verbeek zudem zwei weitere Eispiraten-Leistungsträger fehlten, war Coach Jussi Tuores in Regensburg zur Umstellung seiner Reihen gezwungen. Als Grund für den 1:4-Rückstand nach Drittel 1 für sein Team machte Tobias Lindberg aber vor allem drei Dinge aus. "Wir waren nicht bereit, haben zu viele Fehler gemacht und keine Energie gehabt", sagte der Stürmer im Interview. Das setzte sich im zweiten Abschnitt fort, ehe den Westsachsen im Schlussabschnitt zumindest eine Resultatsverbesserung gelang - auch weil Regensburg nicht mehr alles investierte. Am Ende stand trotzdem die höchste Niederlage in dieser Saison zu Buche. Bisher hatten die Crimmitschauer maximal sechs Gegentore bekommen.

Eispiraten-Fans sind starker Rückhalt

Was für das vierte Duell der Halbfinalserie am Mittwochabend, 19.30 Uhr im Kunsteisstadion im Sahnpark hoffen lässt, sind zwei Dinge: der Rückhalt der Fans und die Comeback-Qualitäten der Eispiraten. Trotz der ernüchternden Vorstellung ihrer Mannschaft sorgten die 550 mitgereisten Anhänger im ausverkauften Gästeblock bis zum Schluss für eine beeindruckende Stimmung und dürften das im heimischen Rund fortsetzen. Dass sich auch die Profis auf dem Eis nicht entmutigen lassen, hatten sie zuletzt erst am Dienstag in Spiel 7 im Viertelfinale gegen Krefeld bewiesen. In Regensburg ergaben sie sich trotz des klaren Rückstandes nicht in ihr Schicksal und entschieden zumindest das Schlussdrittel für sich. "Ich habe volles Vertrauen in unsere Führungsspieler, dass sie es am Mittwoch besser machen. Es liegt jetzt wieder an uns, zu antworten", sagte Eispiraten-Trainer Jussi Tuores bei der Pressekonferenz, in der er sichtlich um Worte angesichts des klaren Spiels rang.

Spannend bleibt es auch im zweiten Halbfinale, in dem sich Kaufbeuren am Montag gegen Kassel 4:3 nach Verlängerung durchsetzen konnte. Damit steht es auch in dieser Serie 2:1 zu Gunsten der Kasseler, die als Hauptrundensieger Favorit auf den Meistertitel in der DEL 2 sind.

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