1. Bundesliga
El Mala erstmals vor Medien: "Bilde mir auf Hype nichts ein"

Lange hielt der 1. FC Köln seinen Nachwuchsstar zurück. Jetzt sprach Said El Mala in einer größeren Medienrunde und verriet Geheimnisse aus der Brüder-WG.

Köln.

Senkrechtstarter Said El Mala vom 1. FC Köln gibt sich trotz seines kometenhaften Aufstiegs bis zur Nominierung in die Nationalmannschaft bescheiden. "Dass es so gut läuft, ist sehr schön für mich. Ich genieße es, aber ich arbeite weiter hart. Ich wurde so erzogen, dass ich mir auf diesen Hype jetzt nichts einbilde", sagte der 19 Jahre alte Stürmer. Er hatte sich in seinem ersten Jahr in der Fußball-Bundesliga gleich in den Blickpunkt gespielt und ist mit fünf Toren und drei Assists der torgefährlichste Spieler der Kölner.

Bei seinem ersten größeren Medientermin erklärte der U21-Nationalspieler am Geißbockheim, dass er auch ein wenig überrascht sei, dass es alles so gut läuft. "Ich komme aus der 3. Liga, da denkt man, man muss ein bisschen Geduld haben", sagte er. Aber es ging alles schneller als erwartet. "Das ist schön. Auch, dass die Fans meinen Namen singen, ist ein extrem geiles Gefühl. Als ich es das erste Mal gehört habe, habe ich Gänsehaut bekommen".

El Mala registriert Interesse 

Nach seinem guten Start in die Bundesliga ist der 19-Jährige auch schnell in den Fokus anderer Clubs geraten. "Ich glaube, es ist normal, wenn man als junger Spieler ein paar Scorerpunkte in der Bundesliga macht, dass mehrere Clubs kommen. Ich nehme es wahr, aber es macht mit mir nichts. Es ist eine schöne Anerkennung für die Leistung, aber ich konzentriere mich voll und ganz auf den FC und bleibe im Winter."

Auch die Vergleiche mit dem FC-Idol Lukas Podolski stören ihn nicht. "Mit Lukas Podolski verglichen zu werden, ist eine Auszeichnung. Mich nervt es nicht. Ich habe natürlich einen anderen Spielstil als Poldi, aber wenn die Leute dass so sagen, dann lasse ich das so stehen", sagte El Mala.

Brüder-WG in Köln

Einer seiner ständigen Wegbegleiter ist Bruder Malek, der ebenfalls beim 1. FC Köln unter Vertrag steht. "Mein Bruder ist extrem wichtig für mich. Wir machen alles zusammen, seit wir klein sind. Ich glaube an ihn und daran, dass er es auch schafft", sagte der neue Hoffnungsträger. Zuhause in der gemeinsamen Wohnung in Köln teilen sie sich die Arbeit brüderlich. "Wenn Malek die Waschmaschine einräumt, räume ich sie später aus", erklärte Said El Mala. (dpa)

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