Wintersport
Emma Aicher fährt in Levi aufs Slalom-Podest

Skirennfahrerin Emma Aicher gelingt beim Slalom in Levi ein starker Auftritt: Die 22-Jährige fährt als Dritte aufs Podest und lässt Teamkollegin Lena Dürr knapp hinter sich.

Levi.

Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat einen Start nach Maß in die Slalom-Saison hingelegt. Beim Torlauf im finnischen Levi raste die 22-Jährige als Dritte gleich auf das Podest. Sie musste sich nur der einmal mehr überragenden Siegerin Mikaela Shiffrin aus den USA und der Albanerin Lara Colturi auf Rang zwei geschlagen geben. "Ich bin sehr zufrieden heute, das hatte ich überhaupt nicht erwartet", sagte Aicher.

Ihre Teamkollegin Lena Dürr wurde Vierte und sorgte damit für das zweite deutsche Top-Resultat des Nachmittags. "Im ersten Moment bisschen bitter, vor allem wenn es so knapp hergeht", sagte die 34-Jährige, aus deren Sicht es aber dennoch ein "sensationeller Start in unsere Slalom-Saison" war. "Chapeau an Emma", lobte Dürr ihre Teamgefährtin.

Aicher hatte es gegen Ende des vorigen Winters mit zwei Siegen und einem zweiten Platz jeweils in Speed-Events schon unter die Top 3 im Weltcup geschafft. Nun klappte es erstmals auch im Slalom. Die Zukunftshoffnung des Deutschen Skiverbandes (DSV) machte bei dem Event am Polarkreis im zweiten Durchgang vier Plätze gut und verdrängte Dürr sowie die zeitgleiche Amerikanerin Paula Moltzan um jeweils 15 Hundertstelsekunden vom Podium.

Riesen-Vorsprung für Shiffrin

Eine Klasse für sich war derweil Shiffrin, die ihren 102. Sieg im Weltcup feierte - und das mit einem Vorsprung von 1,66 Sekunden auf Colturi und sogar 2,59 Sekunden auf Aicher. Der traditionelle Slalom-Saisonstart in Levi bleibt eines ihres Lieblingsevents: In Lappland feierte sie schon ihren neunten Weltcupsieg und damit die neunte Patenschaft für ein Rentier.

Seriensiegerin Mikaela Shiffrin fuhr in einer eigenen Liga.
Seriensiegerin Mikaela Shiffrin fuhr in einer eigenen Liga. Bild: Marco Trovati/AP/dpa

Am Sonntag (10.00/13.00 Uhr/Eurosport und ZDF-Stream) sind in Finnland die Männer an der Reihe. Der DSV nominierte neben Topfahrer und Podestkandidat Linus Straßer noch drei weitere Athleten für das Flutlichtrennen. (dpa)

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