Fall Sun Yang vor Internationalem Sportgerichtshof

Lausanne (dpa) - Der Fall des unter Dopingverdacht stehenden chinesischen Schwimmers Sun Yang geht vor den Internationalen Sportgerichtshof.

Wie der CAS in Lausanne mitteilte, hat die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Berufung gegen eine Entscheidung des Weltverbandes FINA eingelegt, den dreimaligen Olympiasieger für die ihm vorgeworfene Zerstörung einer Doping-Kontrollprobe nur zu verwarnen. Ein Termin für die Anhörung stehe noch nicht fest, teilte der CAS mit.

Die britische Zeitung «Sunday Times» hatte berichtet, dass bei einer unangekündigten Doping-Kontrolle im September 2018 in China eine Probe mit Sun Yangs Blut mit einem Hammer zertrümmert worden war. Der 27 Jahre alte Schwimmer soll daran direkt beteiligt gewesen sein, lautet der Vorwurf. Das Doping-Panel der FINA hatte ihn am 3. Januar dieses Jahres allerdings vom Betrugsverdacht freigesprochen.

Sun Yang war bereits 2014 wegen Dopings für drei Monate gesperrt gewesen. Sollte ihm ein zweites Vergehen nachgewiesen werden können, dürften die Sanktionen für den Chinesen deutlich strenger ausfallen. Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio könnte dann gefährdet sein.

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