1. Bundesliga
Fan-Protest gegen Werders Sportchef: "Können damit umgehen"

Die Transfer-Panne über die genaue Zahl von Leihspielern verfolgt Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz bis ins Stadion. Er wird Ziel von Fan-Spott.

Bremen.

Werder-Sportchef Clemens Fritz hat aktuell keinen guten Stand bei den Fans. Beim 3:3 der Bremer gegen Eintracht Frankfurt zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga war der Sport-Geschäftsführer wegen seiner Fehleinschätzung bei der Regelung für Leihspieler Ziel des Spotts von Anhängern. Fans hatten ein Spruchband mit der Aufschrift "Fritz verleihen" im Weserstadion aufgehängt. 

Der Protest im Stadion war den Verantwortlichen nicht entgangen. "Ich habe das gesehen. Letztendlich muss man sagen, dass die Fans alles zeigen dürfen, was sie wollen, dass sie ihre freie Meinung haben dürfen", sagte der Leiter Profifußball Peter Niemeyer. "Von daher ist das okay. Wir können damit umgehen."

Fritz: "Ziehe mir den Hut auf"

Fritz hatte vor wenigen Tagen eingeräumt, die Leih-Regeln der Deutschen Fußball-Liga (DFL) falsch eingeschätzt zu haben. "Es war ein internes Missverständnis. Das darf uns nicht passieren, da ziehe ich mir auch den Hut auf", sagte er vor dem Anpfiff gegen die Frankfurt dem Sender "Sky" erneut. "Wir haben das intern aufgearbeitet. Für uns ist wichtig, dass wir nach vorne gucken." Niemeyer zog sich ebenfalls nicht aus der Verantwortung. "Das ist ganzheitlich zu sehen", betonte er. "Es ist in jedem Fall nicht nur einer."

Eine angenehmere Aufgabe für Sportchef Clemens Fritz (M.) vor dem Spiel gegen Frankfurt: Die nachträgliche Verabschiedung von Ex-Werder-Torwart Michael Zetterer (l).
Eine angenehmere Aufgabe für Sportchef Clemens Fritz (M.) vor dem Spiel gegen Frankfurt: Die nachträgliche Verabschiedung von Ex-Werder-Torwart Michael Zetterer (l). Bild: dpa

Anfang November hatte Werder erklärt, dass er durch die bereits sechs getätigten Leihen keine weiteren Spieler mehr ausleihen dürfe. Das korrigierte der Club. Die DFL bezieht sich in den Regelungen allerdings darauf, dass höchstens sechs Spieler zeitgleich von anderen inländischen Clubs ausgeliehen werden dürfen. Dies bezieht sich nicht auf Transfers aus dem Ausland. 

Siebter Leihspieler trifft

Am vergangenen Sonntag hatten die Bremer als siebten Leihspieler den Angreifer Jovan Milosevic vom Liga-Konkurrenten VfB Stuttgart bis zum Saisonende verpflichtet. Bei seinem ersten Heim-Auftritt für die Bremer erzielte er auch gleich seinen ersten Treffer. Sein Tor gegen die Eintracht in der 80. Minute zum 3:2 reichte aber nicht zum Sieg. Am Ende blieb nur ein Punkt. (dpa)

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