Finale ADAC-GT-Masters: Titel sind vergeben - die Spannung bleibt

Am Wochenende steigt auf dem Sachsenring das Saisonfinale der Sportwagenserie ADAC-GT-Masters. Für einen Lokalmatador aus Sachsen kommt der Lauf zu früh, für den anderen ist es das erste Mal.

Hohenstein-Ernstthal.

Ihr Meisterstück haben sie schon vor zwei Wochen auf dem Hockenheimring abgeliefert, auf dem Sachsenring wollen sie noch eins draufsetzen. Der Schweizer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde aus Südafrika kommen als frischgebackene Champions der ADAC-GT-Masters am Wochenende an den Sachsenring. Das Duo, das einen 585 PS starken Zehnzylinder Audi R8 LMS mit 5,2 Liter Hubraum pilotiert, ist nach seinem Triumph auf dem Kurs in Nordbaden in der Gesamtwertung nicht mehr einzuholen. Zudem reihte sich van der Linde, der bereits 2014 Champion geworden war, als zweiter Fahrer in die GT-Masters-Geschichte mit zwei Meistertiteln ein. Das war bisher nur Sebastian Asch gelungen.

"Hockenheim war für uns ein perfektes Rennen. Ich konnte die Fahrt richtig genießen. Kelvin hatte den Grundstein gelegt, ich musste nur die Sache konzentriert zu Ende bringen", erinnerte sich Patric Niederhause an die Triumphfahrt. Beide wissen aber auch, dass es auf der Berg- und Talbahn in Sachsen ungleich schwerer werden wird. Dennoch freut sich vor allem Kelvin van der Linde auf die beiden Rennen am Sonnabend und Sonntag (Start jeweils 14.45 Uhr/Sport 1). "Ich habe gute Erinnerungen an das Vorjahr. Schließlich habe ich mit einem Sieg und Platz zwei fast das Optimum herausholen können", sagt der Südafrikaner, der in Kempten im Allgäu lebt.

Auf den Lokalmatadoren Marvin Kirchhöfer, auch wenn er mittlerweile im schweizerischen Luzern lebt, müssen die Automobilfans am Sachsenring allerdings verzichten. Das in Leingarten beheimatete Team Callaway Competition mit den gebürtigen Markkleeberg muss auf einen Start verzichten. Der Rennstall sieht sich außerstande, die Corvette C7 GT3-R bis zum Wochenende wieder instand zu setzen. Das Team verpasst damit erstmals seit 2007 ein Rennen der Mastersserie.

Was war geschehen? Im ersten Rennen auf dem Hockenheimring war der Bolide in eine Massenkarambolage verwickelt. Die Corvette wurde zwar in einer Nachtschicht wieder aufgebaut, doch im zweiten Rennen gab es erneut eine Kollision. Das Auto wurde wieder stark beschädigt. Eine schnelle Reparatur bis zum Sachsenring sei nicht umsetzbar, teilte der Rennstall mit. So kommt Kirchhöfer diesmal nicht zum Saisonfinale und startet stattdessen bei einem Rennen in Barcelona.

Auf ihr Heimspiel freuen sich dagegen die Neueinsteiger von T3 Motorsport aus Radebeul mit dem 19 Jahre alten Maximilian Paul aus Dresden. "Das wird für uns ein aufregendes Wochenende", meint das Talent, das zuletzt in Hockenheim zusammen mit dem gleichaltrigen Briten William Tregurtha als Achter erstmals in die Top Ten fuhr. Maximilian Paul ist allerdings noch nie am Sachsenring gefahren. "Weder habe ich dort getestet, noch ein Rennen bestritten. Das macht unser Debüt umso spannender. Um uns auf das Rennwochenende vorzubereiten, haben wir jedoch im Simulator getestet", blickt der junge Sachse voraus. Sicher kann er sich jedoch sein, dass ihm Tausende am Wochenende die Daumen drücken.

Lokalmatador in der TCR

Der Start zu den Rennen der GT Masters erfolgt am Sonnabend und Sonntag jeweils 14.45 Uhr. Die Renndistanz einschließlich Fahrerwechsel beträgt jeweils eine Stunde.

Im Rahmenprogramm sind am Sachsenring die ADAC-Formel 4, die Tourenwagenserie TCR Germany, der Porsche-Carrera-Cup und die Sportwagen der Serie GT4 Germany zu sehen. Die Formel 4 startet am Sonnabend 11.05 Uhr und 17.10 Uhr sowie am Sonntag 9.25 Uhr. Die TCR Germany 13.15 Uhr und 11 Uhr, die GT4 11.55 Uhr und 11.50 Uhr, der Porsche-Carrera-Cup 16.25 Uhr und 11.15 Uhr.

Mit Dominik Fugel startet in der TCR Germany ein Sachse. Der Chemnitzer liegt mit seinem Teamkollegen Mike Halter gegenwärtig auf dem dritten Platz der Gesamtwertung.

Ein Tagesticket kostet 25 Euro, ein Wochenendticket 35 Euro. Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt. Der Eintritt am Freitag ist generell frei. Ein Tribünenzusatzticket inklusive Videowand kostet pro Tag 5 Euro.

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