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2. Bundesliga
Fortuna Düsseldorf und Allofs trennen sich im Sommer

Fortuna Düsseldorf reagiert auf die sportliche Abwärtsspirale: Der Trainer darf bleiben, aber der Sportvorstand geht bald. Einen Nachfolger für Club-Legende Klaus Allofs gibt es noch nicht.

Düsseldorf.

Der kriselnde Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf und Sportvorstand Klaus Allofs trennen sich zum Saisonende. Wie der Club mitteilte, steht Allofs für eine weitere Amtsperiode als Vorstand für Sport und Kommunikation nicht mehr zur Verfügung. Das habe Allofs in einem Gespräch der Aufsichtsratsspitze mitgeteilt. Der 68-Jährige war seit 2020 im Vorstand, seit 2022 Sportvorstand der Düsseldorfer und als Spieler war der Europameister von 1980 eine Club-Legende. Sein Vertrag läuft am 30. Juni 2026 aus.

"Fortuna steht vor wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft. Deshalb sehe ich es als meine Pflicht an, Klarheit zu schaffen", sagte Allofs, dem die Hauptschuld an der aktuell anhaltenden sportlichen Talfahrt angelastet wird. Als Aufstiegsanwärter in die Saison gestartet, steht die Fortuna nach 14 Spieltagen in der 2. Liga mit 14 Punkten nur einen Zähler vor den Abstiegsrängen. Besonders erschreckend ist dabei, wie schwach sich die Mannschaft seit Wochen präsentiert.

Viele Transfers im Sommer

Der gebürtige Düsseldorfer Allofs hatte im Sommer gemeinsam mit Sportdirektor Christian Weber 13 neue Spieler verpflichtet. Richtig überzeugen konnte bislang keiner. Selbst der Wechsel auf der Trainerbank nach dem achten Spieltag von Daniel Thioune zur Markus Anfang hat bislang nichts bewirkt - im Gegenteil.

Sportvorstand Klaus Allofs geht, Trainer Markus Anfang darf bleiben. (Archivbild)
Sportvorstand Klaus Allofs geht, Trainer Markus Anfang darf bleiben. (Archivbild) Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Allofs' Trainerkandidat Anfang schaffte in sechs Spielen gerade mal einen Sieg und ein Remis. Doch statt nun vor dem Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellenführer FC Schalke 04 einen erneuten Trainerwechsel zu vollziehen, wird der Abgang des Sportvorstands im Sommer verkündet. Sein Nachfolger steht noch nicht fest. 

Schon seit Wochen wurde über die Zukunft von Allofs spekuliert, der bereits als Jugendlicher bei der Fortuna stürmte, später in der Bundesliga auflief und in der 2. Liga als Trainer aushalf, ehe er Jahre später zum Sportvorstand berufen wurde. 

Allofs wehrte sich gegen Kritik

Allofs selbst hatte sich erst vor wenigen Wochen gegen die Kritiken gewehrt und im Interview mit der "Rheinischen Post" die Mannschaft in die Pflicht genommen: "Man kann nicht sagen: Lieber Sportvorstand, stell mal die richtige Mannschaft zusammen, damit ich mich hier wohlfühle und alles von alleine läuft."

Zudem hatte Allofs auch großen Anteil an den Erfolgen der Düsseldorfer in den vergangenen Jahren, als sie beispielsweise in der Saison 2023/2024 erst in der Relegation gegen den VfL Bochum die Rückkehr ins Oberhaus verpassten. 

Viele Jahre in der Bundesliga erfolgreich

Nun aber das baldige Aus bei seinem Heimatverein, das womöglich gleichbedeutend mit dem Ende seiner Manager-Karriere ist. Schon als Spieler sammelte Allofs zahlreiche Titel, als Manager prägte er von 1999 bis 2012 gemeinsam mit Langzeit-Trainer Thomas Schaaf bei Werder Bremen eine Ära und war anschließend von 2012 bis 2016 Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg. 2020 ging er in den Vorstand von Düsseldorf. "Da bin ich groß geworden, da sind meine Wurzeln", sagte er damals. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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