Fragen und Antworten zum Großen Preis von Ungarn

Was steht an?

Mit dem Großen Preis von Ungarn (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) verabschiedet sich die Formel 1 in die Sommerpause. Vor dem zwölften Rennen seit dem Saisonstart Ende März lechzen Fahrer und Teams nach Erholung. Der Rennzirkus nimmt erst am letzten August-Wochenende im belgischen Spa wieder Fahrt auf. Sebastian Vettel hat einiges wiedergutzumachen: Nachdem der Heppenheimer am vergangenen Sonntag in Hockenheim in Führung liegend ausschied und WM-Rivale Lewis Hamilton (England) infolgedessen den Sieg errang, beträgt der Rückstand des Ferrari-Piloten auf den Weltmeister im Mercedes 17 Punkte.

Wer gewinnt?

Vettel ist nach dem GAU bei seinem Heimrennen fast schon zum Siegen verdammt. Er hat allerdings auch ein Auto, mit dem dies gelingen kann. Der Ferrari ist in diesem Jahr ein Top-Allrounder mit starkem Motor und exzellenter Aerodynamik. Im Vorjahr siegte Vettel in einem Hitzerennen trotz technischer Probleme - auch weil sein Teamkollege Kimi Räikkönen ihm zähneknirschend den Rücken freihielt gegen das heranstürmende Mercedes-Duo. Die Silberpfeile könnten in Budapest in diesem Jahr sogar nur die dritte Kraft sein: Der extrem kurvenreiche Kurs vor den Toren der ungarischen Hauptstadt sollte neben den beiden Ferrari auch den Red Bull von Daniel Ricciardo und Max Verstappen entgegenkommen. Allerdings droht Monaco-Sieger Ricciardo erneut eine Motorenstrafe. Wie im Fürstentum kommt auch auf dem Hungaroring (Spitzname: "Monaco ohne Mauern") dem Qualifying vorentscheidende Bedeutung zu. Die Start-Ziel-Gerade als einzige realistische Überholmöglichkeit ist nur 789 Meter lang. Regen könnte für Auflockerung sorgen - und tatsächlich ist die Prognose für das Wochenende wechselhaft.

Warum ist ein Sieg in Ungarn vielleicht gar nicht so toll?

An einem schönen Pokal, einer zünftigen Champagnerdusche und 25 Punkten in der WM ist eigentlich nichts auszusetzen. Allerdings gibt es einen Ungarn-Fluch: In den vergangenen 13 Jahren verpasste der Budapest-Sieger jeweils den WM-Titel. Michael Schumacher war 2004 der letzte Fahrer, der sowohl auf dem Hungaroring als auch am Saisonende in der Meisterschaft vorne war. Rekordsieger ist übrigens Hamilton mit fünf Erfolgen.

Wieso herrscht in Budapest noch nicht das ganz große Urlaubsfeeling?

Teile der Teams und Piloten müssen nach dem Rennen noch ein paar Tage bleiben: Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche stehen die letzten offiziellen Testfahrten der Saison 2018 an. Bis auf Haas F1 (Kosten- und Logistikgründe) nehmen alle Teams teil. Wer wann hinter dem Steuer sitzt, ist noch nicht bekannt. Der Test ist aber durchaus wichtig: Viele Rennställe wollen erste Aerodynamikteile testen, die 2019 bei modifiziertem Reglement zum Einsatz kommen.

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