Frenzel sucht noch seine Sprungform

Der Olympiasieger aus Sachsen startet mit Rang 14 ins Triple der Nordischen Kombination. Mit einem starken Lauf bleibt er auf Tuchfühlung.

Chaux-Neuve.

Platz drei durch Fabian Rießle, erster Weltcupsieg für Franz-Josef Rehrl und Olympiasieger Eric Frenzel weiter auf Formsuche im Springen: Bei Teil eins des Triple-Wettbewerbs der Nordisch-Kombinierten in Chaux-Neuve erfüllten sich für den 30-Jährigen vom SSV Geyer nach einer Wettkampfpause mit Sprungtraining noch nicht alle Wünsche.

Auf Rang 14 kam der Sachse vor allem wegen der drittschnellsten Laufzeit. In "seiner" Disziplin, dem Triple, das in diesem Winter wegen der WM in Seefeld vom Tiroler Skiort ins französische Jura-Gebirge verlegt wurde, lag der Erzgebirger nach dem Springen als 22. mit 1:26 Minuten Rückstand auf den späteren Tagessieger Rehrl bereits aussichtslos zurück. Beim Triple werden nach jeweils einem Sprung am ersten Tag fünf und am zweiten Tag zehn Kilometer gelaufen. Am Sonntag stehen zwei Sprünge und 15 Kilometer an. Die Rückstände werden in den nächsten Tag mitgenommen.

Eric Frenzel, der das Triple in Seefeld von 2014 bis 2017 viermal in Serie gewonnen hatte, liegt aktuell 45,3 Sekunden hinter dem führenden Österreicher Rehrl zurück. "Nach dem Absprung stimmt die Symmetrie noch nicht. Ich muss dranbleiben", sagte Frenzel. Dass auch Saisondominator Jarl Magnus Riiber (Norwegen) als letztlich Siebenter (12. Springen/24. Laufen) nicht sein Topniveau erreichte, war für Frenzel nur ein schwacher Trost. "Für ihn ist jetzt entscheidend, von Sprung zu Sprung zu schauen", sagte Sprungtrainer Ronny Ackermann.

Aus deutscher Sicht konnte sich vor allem Fabian Rießle freuen: Der Schwarzwälder verlor zwar das Fotofinish im Zielsprint um Rang zwei gegen den Norweger Espen Björnstad, ließ aber Akito Watabe (Japan) um eine halbe Sekunde hinter sich. Johannes Rydzek brach in der Loipe auf dem letzten Kilometer ein, rettete sich aber auf Platz neun ins Ziel, einen Rang vor Frenzels Vereinsgefährten Terence Weber. Der Erzgebirger empfahl sich als drittbester Deutscher für eine WM-Nominierung. Nach dem Triple stehen vor der WM noch drei Weltcups - in Trondheim, Klingenthal (1. bis 3. Februar) und Lahti - an. (tp)

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