Neuer wird Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft

Manuel Neuer wird Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft und damit Nachfolger von Bastian Schweinsteiger. Die Berufung des Torhüters von Bayern München gab Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag bekannt. Neuer wird die deutschen Weltmeister am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Oslo gegen Norwegen erstmals in offizieller Funktion anführen. Schweinsteiger hatte am Mittwochabend gegen Finnland (2:0) sein Abschiedsspiel absolviert.

Manuel Neuer ist die logische Kapitänswahl. Er ist unbestritten weltklasse. Er ist zudem redegewandt, erfahren, zwar auch an Ecken und Kanten abgefeilt, aber doch hoch angesehen. Er ist nicht verletzungsanfällig. Seine Position scheint zudem auf Jahre hin unangreifbar.

So sieht das auch Löw. "Für mich ist Manuel Neuer der logische Nachfolger von Bastian Schweinsteiger. Er bringt alles mit, was ich mir von einem Spielführer wünsche", betonte er. "Seine sportlichen Leistungen sind überragend, Manuel ist immer für die Mannschaft da, er ist ein Teamplayer und ein absolutes Vorbild. Dazu kommen seine großen menschlichen Qualitäten."

Auch Abwehrchef Jerome Boateng war hoch gehandelt werden, mehr noch bei den Fans als intern. In vielen Abstimmungen lag er deutlich vorne. Es wäre eine Entscheidung gewesen, die spätestens nach den Attacken des AfD-Politikers Alexander Gauland auch eine sozialpolitische Note gehabt hätte.

Manuel Neuer, der das Torwartspiel revolutionierte, ist insgesamt der neunte Schlussmann seit 1908, der eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft angeführt hat. Darunter sind große Namen wie Kahn, Sepp Maier und Heinrich Stuhlfauth, aber auch längst Vergessene wie Christian Schmidt von Concordia Wilhelmsruh, der 1910 für ein Spiel die Ehre hatte.

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