Auswechslungen: Nagelsmann warnt vor taktischem Missbrauch

Leipzig (dpa) - Trainer Julian Nagelsmann von Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat vor einem Missbrauch der fünf erlaubten Auswechslungen gewarnt. «Es ist sicher kein schlechter Vorschlag, wenn es tatsächlich zum Schutz der Fitness der Spieler und nicht taktisch genutzt wird. Ich bin kein Freund davon, dass zwischen der 90. und 95. Minute fünfmal gewechselt wird, damit Zeit von der Uhr geht», sagte Nagelsmann dem «Kicker» (Montag).

Der Weltverband FIFA hat fünf Auswechslungen aufgrund der Corona-Zwangspause generell genehmigt. Die neue Regel kann ab sofort in allen Wettbewerben, die bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, angewendet werden. Die Deutsche Fußball Liga will darüber beraten, diese temporäre Änderung zu übernehmen. Das von Nagelsmann beschriebne Szenario ist allerdings nicht möglich. Die FIFA hat festgehalten, dass man zwar fünfmal wechseln darf, aber insgesamt nur drei Wechselgelegenheiten über die Spielzeit bekommt.

Nagelsmann machte sich außerdem für eine Gehaltsobergrenze stark, sollten überschüssige Gelder dann zweckgebunden eingesetzt werden. «Wenn man dafür etwas Vernünftiges und Zielgerichtetes macht - und damit meine ich nicht höhere Honorare für Berater und Manager - bin ich ein absoluter Freund davon», sagte der 32-Jährige. Der Trainer hofft zudem, dass die derzeitige Krise mit Blick auf das Wirtschaften der Clubs nachhaltig wirkt.

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