Ex-Kapitän Rekdal vermisst «Philosophie» bei Hertha

Berlin (dpa) - Kjetil Rekdal, Ex-Kapitän von Hertha BSC, hat seinem früheren Club «Stillstand» attestiert.

Die Berliner hätten sich im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga eingerichtet, bemängelte der 51 Jahre alte Norweger im Interview der «Berliner Zeitung». «Ich vermisse eine deutliche Philosophie, wo man sieht: Das ist Hertha BSC! So wollen wir spielen! So wollen wir Erfolg haben!»

Aus Sicht von Rekdal fehlen «richtige Anführer» im aktuellen Team des Hauptstadtclubs. «Wir waren damals erfolgreich, weil wir nie zufrieden waren. Wir wollten immer mehr», sagte er. «Wenn einer nicht mitzog, bin ich als Kapitän auch sehr laut geworden.» Rekdal spielte von 1997 bis 2000 für Hertha und erreichte an der Seite des heutigen Geschäftsführers Michael Preetz sowie Ex-Coach Pal Dardai die Champions League.

Für die Zukunft braucht Hertha laut Rekdal einen Coach, der Erfahrung habe, ein Team weiterentwickeln und auf eine neue Stufe bringen kann. «Mit einem klaren Konzept, mit Offensivpower». Diese Eigenschaften traut sich der Norweger offensichtlich zu: «Ich selbst lebe immer noch einen Traum – einmal die Hertha zu trainieren.»


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