Ex-Manager Lemke sorgt sich um Werder Bremen

Bremen (dpa) - Der frühere Manager Willi Lemke sorgt sich um den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen.

«Seitdem ich vorgestern die Zahlen mitbekommen habe, habe ich einen tüchtigen Schreck bekommen. Da müssen wir uns alle, die Werder Bremen lieben, große Sorgen machen», sagte das ehemalige Aufsichtsratsmitglied der Norddeutschen in der TV-Sendung «buten un binnen» von Radio Bremen am Sonntag.

Werder-Boss Klaus Filbry hatte in einem Podcast der Vereinsseite angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gesagt, dass der Club mit Krediten die drohende Zahlungsunfähigkeit abwenden wolle. In den vergangenen Wochen sei es dem Verein gelungen, gemeinsam mit den Banken die Liquidität bis zum Frühherbst abzusichern. Im schlechtesten Falle drohe ein Verlust von mehr als 40 Millionen Euro.

Lemke erneuerte seine Forderung, im Falle eines Neustarts der Bundesliga die Geisterspiele im Free-TV zu zeigen, um zu verhindern, dass sich viele Fans bei Inhabern eines Pay-TV-Zugangs versammelten. «Das wird zu Infektionen führen», sagte Lemke.

Der 73-Jährige betonte, dass er nicht verstehen könne, wenn Fans für nun nicht genutzte Eintrittskarten bezahlen sollten. «Wenn es darum geht, dass die Zuschauer auf ihre Eintrittskarten, die sie schon bezahlt haben, verzichten sollen, dann ist es das falsche Signal und unangemessen», sagte Lemke. «Also bevor ich einem Studenten oder Rentner sage: 'Kannst du mal die 15 oder 20 Euro zurückgeben, damit wir den Laden hier am Laufen halten?', würde ich erstmal bei denen anfangen, die das ganz große Geld verdienen.»


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