Hecking: «Das war schon die schwerste Zeit meiner Karriere»

Düsseldorf (dpa) - Das vorzeitige Ende seiner Tätigkeit bei Borussia Mönchengladbach hat Trainer Dieter Hecking noch nicht ganz abgehakt.

«Es ist klar, dass es noch etwas braucht, bis ich alles verarbeitet habe, wie es dazu gekommen ist. Ich muss zugeben: Was bei Borussia passiert ist, das war schon die schwerste Zeit meiner Trainerkarriere», sagte Hecking in einem Interview mit dem «Express» und der «Rheinischen Post». Immerhin erleichtert die Saisonbilanz mit Rang fünf den Rückblick. «Wir haben also gut gearbeitet. So schätze ich das ein», sagte Hecking.

Von seinem Nachfolger Marco Rose ist der ehemalige Gladbacher Coach überzeugt. «Er ist sehr bodenständig, hat klare Werte, eine klare Ansprache und eine klare Spielidee. Ich glaube, dass Marco Rose eine sehr gute Wahl ist», meinte der Fußball-Lehrer. Hecking selbst kann sich schon wieder einen Einstieg in die neue Saison vorstellen und bestätigte auch Gespräche mit dem Hamburger SV.

Grundsätzlich hält der 54-Jährige die Formel «junger Trainer gleich mehr Erfolg» für gewagt. «Ich halte die Abschlusstabelle der Bundesliga dagegen. Nimmt man die ersten sieben Clubs, ist Niko Kovac mit 47 der Jüngste.» Lucien Favre (Borussia Dortmund 61 Jahre), Ralf Rangnick (RB Leipzig/60), Peter Bosz (Bayer Leverkusen/55), Hecking (54), Bruno Labbadia (VfL Wolfsburg/53) und Adi Hütter (Eintracht Frankfurt/49) sind alle älter. «Also - wo sind die jungen Kollegen? Das ist nicht polemisch gemeint, sondern wirklich argumentativ. Die Erfahrung scheint doch ganz erfolgreich zu sein», meinte Hecking.

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