Hoeneß über Bellarabi: "Das war geisteskrank"

Präsident Uli Hoeneß von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nach dem folgenschweren Foul von Karim Bellarabi an Rafinha heftige Kritik am Ex-Nationalspieler geübt. "Das Foul von Bellarabi war geisteskrank", wetterte Hoeneß nach dem 3:1 (2:1) der Bayern gegen Bayer.

"Das war vorsätzliche Körperverletzung. Sowas gehört drei Monate gesperrt - und zwar für Dummheit, nicht für das Foul. Sowas macht man nicht an der Mittellinie, wo es um nichts geht!" Rafinha erlitt bei der Aktion, für die Bellarabi die Rote Karte sah (80.), einen Teilriss des Innenbandes am linken Sprunggelenk.

Auch Trainer Niko Kovac war aufgebracht. "Das ist nicht nur Rot, das ist Doppel-Rot! So langsam reicht es mir. Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag, und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind", sagte er.

Bellarabi zeigte Reue. "Ich möchte mich natürlich bei Rafinha und meiner Mannschaft Bayer Leverkusen für das unnötige Foul entschuldigen, es war keine Absicht von mir! Gute Besserung", schrieb er bei Instagram.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic nannte die Szene "nicht in Ordnung und komplett unnötig". Grundsätzlich habe Leverkusen aber "normale Bundesliga-Härte" gezeigt. Dass sich Corentin Tolisso bei einem Allerweltsfoul von Kevin Volland (39.) einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss im rechten Knie zuzog, sei nicht die Schuld des Leverkuseners gewesen.

Bayer-Sport-Geschäftsführer Rudi Völler meinte zu Bellarabis Foul: "Ich hätte keine Rote Karte gegeben. Es war schon ein dummes Foul, deshalb hätte ich die Rote Karte vielleicht doch gegeben. Aber es gab schon andere Fouls, da gab es keine Rote Karte."

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