Krösche kämpft um Upamecano - Rashica «weit entfernt»

Leipzig (dpa) - Sportdirektor Markus Krösche von RB Leipzig kämpft weiter um den Verbleib von Dayot Upamecano.

«Wir sind sehr happy mit Upa, und er ist wichtiger Teil unserer Mannschaft, auch in diesem Jahr wieder ein Leistungsträger», sagte Krösche in einer Video-Konferenz und betonte: «Daher ist es grundsätzlich das Ziel, dass er bei uns bleibt.» Krösche wolle die Entwicklung der nächsten Wochen auf dem Transfermarkt abwarten. Doch ein Fakt ist für den Fußball-Bundesligisten nicht wegzudiskutieren: «Es ist klar, dass wir keinen Leistungsträger ablösefrei ziehen lassen.»

Der Berater des französischen Innenverteidigers hatte zuletzt einen Verbleib bei RB in Aussicht gestellt. «Wieso muss ihn ein Verein aufnehmen, der Vertrag läuft nicht aus», sagte Spielerberater Volker Struth im Sport1-«Doppelpass». Er glaube «nicht an große Transfers». Der Vertrag von Upamecano läuft 2021 aus. Auch RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff hatte zuletzt betont, dass der Franzose sein Arbeitspapier entweder verlängern müsse oder verkauft werde. Die Ausstiegsklausel für den 21-Jährigen beläuft sich in diesem Sommer auf 60 Millionen Euro. Rekordmeister Bayern München ist grundsätzlich an Upamecano interessiert.

Zum Thema einer Verpflichtung des Bremer Stürmers Milot Rashica bekundete Krösche weiter Interesse, doch «es ist völliger Quatsch, dass man in der jetzigen Situation schon Konkretisierungen vornehmen kann». Er wolle erstmal die Rahmenbedingungen schaffen. Dies ginge nur, «wenn wir anfangen wieder Fußball zu spielen und die Saison beenden können. Das ist jetzt der Prozess. Wir sind noch weit entfernt von einer Konkretisierung, weder mit einem Verein noch mit einem anderen Spieler», betonte Krösche. Bereits im April hatte Krösche dementiert, dass er für den Werder-Stürmer eine angeblich festgeschriebene Ablöse von 38 Millionen Euro zahlen würde.

Krösche lobte in der Corona-Krise die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt. «Wir haben da einen sehr engen und offenen Austausch, es ist eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit in der jetzigen Situation», sagte Krösche und betonte: «Wir haben da jetzt keine Sonderrolle, das ist ein ganz normaler Ablauf. Das Gesundheitsamt wird uns besuchen und die Abläufe ganz normal überprüfen, wie es bei jedem anderen Unternehmen auch so ist.»

Laut Krösche beschäftigt sich der Fußball-Bundesligist mit dem Teamarzt und Hygienebeauftragten, der dafür extra eine Taskforce gegründet hat, ständig mit den Themen und hält Kontakt zur Behörde. «Das Gesundheitsamt wird in den nächsten Tagen bei uns vorbeikommen, das ist ein ganz normaler Ablauf.»

Die nächsten Corona-Testreihen für RB Leipzig stehen am heutigen Dienstag und am kommenden Freitag an. Am Samstag (15.30 Uhr) will RB daheim das erste Geisterspiel in der Red Bull-Arena gegen den SC Freiburg austragen.

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