Pechvogel des Tages: Corentin Tolisso (Bayern München)

Es schien sein Tag zu werden. Erstmals seit dem WM-Triumph mit Frankreich im Sommer stand Corentin Tolisso in der Startelf von Bayern München - und gleich zeigte der teuerste Spieler der Klubgeschichte seinen Wert.

Sein Treffer zum 1:1-Ausgleich gegen Bayer Leverkusen mit dem Außenrist war sehenswert (10.). Der 24-Jährige, der auch sonst eine starke Leistung bot, grüßte danach ausgelassen seine Freundin und Familie auf der Tribüne.

Dann zerstörte die vermaledeite 39. Minute alles. Leverkusens Kevin Volland traf Tolisso just in dem Moment am rechten Knie, als dieser seinen rechten Fuß aufsetzte. Ein Allerweltsfoul - aber eines mit schwerwiegenden Folgen. Kreuzband- und Außenmeniskusriss, OP am Sonntag, mindestens ein halbes Jahr Pause.

Volland, der sich sofort entschuldigte, treffe keine Schuld, betonten die Bayern unisono. Anders als bei Karim Bellarabi, bei dessen mit Rot geahndetem Tritt (80.) Rafinha einen Teilriss des Innenbandes am linken Sprunggelenk erlitt, gab es hier kein böses Wort.

Dennoch saß der Schock über die Verletzung von Tolisso tief. Noch am Freitag hatte Trainer Niko Kovac von einem "Überangebot" im Mittelfeld des Rekordmeisters gesprochen. Jetzt fehlt ihm zum Auftakt des heißen Herbstes mit mehreren englischen Wochen eine starke Alternative. "Ich bin sehr traurig", sagte er. Das traf gewiss auch auf Corentin Tolisso zu.

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