Rangnick steht nicht auf «Ballbesitz als Selbstzweck»

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick gibt Anweisungen vom Spielfeldrand.

Leipzig (dpa) - Cheftrainer Ralf Rangnick will mit RB Leipzig weiter an seiner clubeigenen DNA mit Tempo und Pressing festhalten. «Ballbesitz als Selbstzweck oder Ideologie gewinnt keine Spiele», sagte er in einem Interview der «Mitteldeutschen Zeitung» (Freitag). Zugleich betonte der 60-jährige Trainer und Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten: «Ich sage ja nicht, dass wir 90 Minuten unseren Stil durchziehen wollen und können. Es braucht auch Phasen, in denen du den Ball in den eigenen Reihen hältst und meinetwegen Tikitaka spielst wie einst Barcelona unter Pep Guardiola oder aktuell mit Manchester City, um zu regenerieren oder den Gegner zu zermürben.»

Beim 3:1 am Donnerstagabend im Qualifikations-Hinspiel der Europa League gegen den rumänischen Pokalsieger CS Universitatea Craiova dominierte sein Team das Spiel 90 Minuten lang, ehe den Gästen mit der ersten Chance in der Nachspielzeit noch ein Treffer gelang.

Zugleich legte er sich erstmals zu seinen eigenen Zielen fest. «Ich möchte das maximal Mögliche erreichen und traue uns zu, wieder einen Schritt nach vorn zu machen. Das ist auch notwendig, weil mit 1,5 Punkten im Schnitt wirst du in dieser Saison nicht mehr Sechster», sagte er. Sein Fokus liege klar auf der Bundesliga, «aber die anderen Wettbewerbe laufen nicht nebenbei. Das ist ja die große Kunst, dass wir trotzdem in der Europa League eine gute Rolle spielen». Zudem hofft er, dass er «alle Spieler, die derzeit hinterherhinken, wieder gesund und fit» bekommt. Und er will noch zwei Neuzugänge nach Leipzig lotsen: «Dann haben wir einen potenten Kader für alle Wettbewerbe.»

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