RB Leipzig: Schick soll bleiben, keine Werner-Anfrage

Durch die Überweisung der TV-Gelder atmet auch RB auf. Auch wenn sich der Arbeitsalltag von Markus Krösche dadurch nicht sofort ändert, bastelt der Sportdirektor am neuen Kader.

Leipzig (dpa) - Timo Werner bleibt auch in der Corona-Krise das heißeste Spekulationsobjekt der Bundesliga. Doch trotz des kolportierten Interesses des FC Liverpool, von Bayern München oder dem FC Barcelona hat RB Leipzig gute Chancen, den Fußball-Nationalspieler zu halten. «Es gibt keine Anfrage, und Timo ist auch nicht auf uns zugekommen. Diese Gerüchte kursieren bereits seit Wochen. Stand jetzt gibt es nichts Neues», sagte Sportdirektor Markus Krösche am Freitag.

Der britische Sender Sky Sports hatte zuvor berichtet, dass Werner sich für Liverpool entschieden habe. Am Freitag legten die Spanier nach. Laut der katalanischen Sportzeitung «Mundo Deportivo» hätten sich ranghohe Funktionäre des FC Barcelona kurz vor Ausbruch der Corona-Krise mit dem Vater von Werner zu Transferverhandlungen getroffen. Nach Angaben des Blattes sei das Treffen, an dem auch Sportdirektor Eric Abidal teilgenommen haben soll, sehr gut verlaufen.

Werner kann Leipzig im Sommer für eine feste Ablöse von etwa 60 Millionen Euro verlassen. Dem Vernehmen nach muss diese Option bis Mitte Juni gezogen werden - andernfalls wäre der Preis frei verhandelbar. Und RB hat dank Werners bis 2023 laufenden Vertrags beste Chancen. Der FC Liverpool gilt als Wunschziel des 24-Jährigen.

Beim von der AS Rom ausgeliehenen Patrik Schick sieht es nach einer Zukunft im RB-Trikot aus. «Patrik fühlt sich sehr wohl bei uns und ich kann mir ein Bleiben sehr gut vorstellen», sagte Krösche. Der Sportchef würde aber wohl gern noch etwas an der Ablöseschraube drehen. Aktuell kann Schick per Option für 29 Millionen Euro ausgelöst werden.

«Momentan hat sich an der Option nichts geändert. Aber vielleicht in den nächsten Wochen. Alle Vereine müssen mit der Krise umgehen», sagte Krösche in Richtung Italien. Sollte die Saison dort nicht zu Ende gespielt werden und die Roma auf Einnahmen angewiesen sein, dürfte Verhandlungsspielraum da sein. «Es wird ein anderer Transfermarkt sein. Es wird davon abhängen, ob Ligen und die europäischen Wettbewerbe zu Ende gespielt werden können, denn daran hängen viele Einnahmen», sagte der Ex-Profi.

In Deutschland sollen die TV-Gelder größtenteils fließen, wenn die Liga zu Ende gespielt wird. Im Zuge dessen plädierte Krösche für eine ausreichende Vorbereitungszeit vor dem Wiederbeginn. «Zwei Wochen Mannschaftstraining wären optimal, um Verletzungen vorzubeugen. Wenn es zwei, drei Tage weniger sind, wäre das aber auch machbar. Die Spieler haben ein gutes Fitness-Level.»

Sollten die Kontaktbeschränkungen gelockert und damit Mannschaftstraining möglich werden, will sich RB gezielt auf die Atmosphäre ohne Zuschauer vorbereiten. «Wir werden versuchen, dass zu simulieren und auch mal im Stadion trainieren. Das ist natürlich für alle total ungewohnt. Von uns hatte noch niemand ein Geisterspiel», meinte Krösche.


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