VfL-Manager Schmadtke von Kölner Präsidium enttäuscht

Wolfsburg (dpa) - Wolfsburgs Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat sich enttäuscht über den Umgang des 1. FC Köln mit den Fanbeleidigungen gegen ihn während des Bundesliga-Spiels am Samstag gezeigt.

«Ich bin sehr dankbar, dass sich die Geschäftsführung bei mir gemeldet hat. Aber es gibt noch mehr in diesem Club. Ich finde es eher schade, dass sich kein altes oder neues Präsidium oder ein anderes Gremium bei mir meldet und sich davon distanziert. Das ist für mich viel mehr ein Stachel als diese Gesänge selbst», sagte Schmadtke in der TV-Sendung «Doppelpass» von Sport1.

Der 55-Jährige war von 2013 bis 2017 in gleicher Funktion für den 1. FC Köln tätig. Beide Seiten trennten sich während einer sportlichen Krise im Oktober 2017. Kölner Fans beleidigten und verhöhnten Schmadtke während des Bundesliga-Spiels in Wolfsburg (1:2) aufs Übelste, weil sie ihm vorwerfen, nach seinem Abschied eine Abfindung kassiert zu haben und für den Abstieg am Ende der Saison 2017/18 mitverantwortlich zu sein. «Ich weiß, dass ich meinen Anteil an diesem Abstieg habe. Aber die vier Jahre in Köln darauf zu reduzieren, finde ich ein bisschen merkwürdig», sagte Schmadtke.

Der Fußball-Manager wollte sich am Tag selbst zunächst gar nicht über die Beleidigungen gegen ihn äußern, «um diesen Menschen keine Plattform zu bieten», wie er sagte. Dafür betonte der Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle gegenüber der «Bild am Sonntag»: «Der FC hat eine Charta mit einem klaren Wertesystem. Verleumdungen und Beleidigungen passen dazu nicht.»

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