Vollgas: Nagelsmann beeindruckt von Schalker Wunderläufer

RB Leipzig geht zum dritten Mal in Serie als Tabellenführer in einen Bundesliga-Spieltag. Im Spiel gegen Schalke dürfte dem Team von Julian Nagelsmann vor allem läuferisch alles abverlangt werden.

Leipzig (dpa) - Tabellenführer gegen Mannschaft der Stunde: Wenn RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Top-Spiel der Fußball-Bundesliga auf den FC Schalke 04 trifft, heißt es von der ersten Minute an Vollgas. «Schalke hat sich in den athletischen Werten extrem verbessert. Es ist das Team mit den meisten intensiven Läufen und den meisten Sprints», sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann am Donnerstag.

Hinzu kommt, dass die Wunderläufer aus dem Ruhrpott derzeit einen Lauf haben. Drei Siege in Serie und Platz fünf in der Bundesliga sind die ersten Anzeichen dafür, dass der neue Trainer David Wagner auf Schalke an den richtigen Stellschrauben gedreht hat. «Sie haben einen klaren Plan, einen attraktiven und erfolgreichen Spielstil. Man sieht die Fortschritte», lobte Nagelsmann.

Dabei hat er selbst in Leipzig schon enorm viel erreicht. RB hat noch kein Pflichtspiel verloren, hat mit drei Gegentoren aus fünf Spielen die beste Abwehr der Bundesliga und geht zum dritten Mal in Serie als Tabellenführer in einen Spieltag. Für Nagelsmann ist zumindest letzteres vollkommen nebensächlich.

«Schalke hat nur drei Punkte weniger und ist kein Titelanwärter. Das ist schon skurril», meinte der 32-Jährige: «Wir müssen einfach demütig bleiben. Jeder, der am fünften Spieltag durchdreht, ist im Fußball fehl am Platz. Wir fangen doch jetzt nicht schon an, den Balkon auf dem Marktplatz zu schmücken.»

Seinen Plan gegen Schalke hat Nagelsmann wie üblich längst im Kopf. Beeindruckt zeigte sich der RB-Coach vor allem von der Entwicklung des Schalkers Amine Harit. Der galt lange als Problemfall, blüht jetzt aber auf. «Er ist ein herausragendes Indiz für die Klasse von David Wagner», sagte Nagelsmann.

Deshalb muss er sich Gedanken machen, wie man Harit stoppt. Konrad Laimer wird keine Option sein, der österreichische Nationalspieler ist nach seiner Gelb-Roten Karte in Bremen gesperrt. Auch Marcel Halstenberg muss wohl passen. Der Nationalspieler stieg am Donnerstag zwar wieder ins Mannschaftstraining ein, ein Einsatz käme mit Blick auf die Belastungen der kommenden Wochen aber wohl zu früh.

Eine «besondere Charakteristik» von Harit habe Nagelsmann schon ausgemacht. Näher eingehen auf die vermeintliche Schwäche wollte er nicht. «Wir werden ihn so stoppen, wie andere gute Spieler auch: Mit sehr guten Zweikämpfen und aggressivem Verteidigen», erklärte Nagelsmann. Am Ende soll die sehr gute Leipziger Bilanz gegen Schalke weiter aufgebessert werden. In der Liga hat RB noch kein Heimspiel gegen die Königsblauen verloren.

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