Werder-Aufsichtsratschef Bode kritisiert Fußball-Fokussierung im TV

Dr frühere Fußball-Nationalspieler Marco Bode hat die Fußball-Fokussierung in ARD und ZDF kritisiert. "Ich denke, dass die öffentlich-rechtlichen Sender sich stärker um andere Sportarten kümmern müssten", sagte der Aufsichtsratschef von Bundesligist Werder Bremen im Interview mit der Welt am Sonntag.

Bode ist sich bewusst, dass sein Vorschlag nicht überall auf Gegenliebe trifft. "Mit dieser Forderung schieße ich als Fußball-Verantwortlicher vielleicht ein Eigentor. Denn wir sind natürlich froh, dass der Fußball so populär ist. Andererseits haben öffentlich-rechtliche Sender einen gesellschaftlichen Auftrag und sollten deshalb auch andere Sportarten zeigen."

Nach Meinung des 49-Jährigen sollten ARD und ZDF "anders als die privaten Sender nicht so sehr auf die Quoten schauen". Bode ist sich aber darüber bewusst, dass der Fußball alles in den Schatten stellt: "Der hoch kommerzialisierte Fußball macht andere Sportarten klein." Allerdings könne man das nicht dem Fußball vorwerfen. Die Popularität sei nun mal da: "Trotzdem sollten wir uns kritisch damit auseinandersetzen. Wir dürfen die Menschen nicht verlieren."

Bode forderte die Verantwortlichen in anderen Sportarten auf, ebenfalls einen Beitrag zu einer besseren TV-Präsenz zu leisten: ""Man kann über neue Formate nachdenken, die mehr Aufmerksamkeit erzeugen. So wie etwa die gerade ins Leben gerufene Idee der European Championships."

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