Aue glaubt an Pokal-Sensation in Düsseldorf

Erzgebirge Aue will im DFB-Pokalspiel bei Fortuna Düsseldorf für eine Überraschung sorgen und ins Achtelfinale einziehen. Der Zweitligist glaubt fest an seine Außenseiter-Chance und will den «Stimmungskiller» spielen.

Aue (dpa) - Die Vorfreude auf das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf war Pascal Testroet deutlich anzumerken. Der Stürmer von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue will das Spiel am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) auf großer Bühne aber nicht nur genießen, sondern auch mit einem Erfolg krönen. «Wir können uns in einem Pflichtspiel mit einem Bundesligisten messen und wollen die Sensation schaffen. Das sind doch unsere Kindheitsträume», sagte Testroet am Dienstag. «Ich werde wahrscheinlich auf Kaan Ayhan treffen, der vor zwei Wochen in der EM-Qualifikation für die Türkei gegen Frankreich noch ein Tor geschossen hat. Etwas Schöneres gibt es für einen Fußballer doch gar nicht.»

Der 29 Jahre alte Angreifer hat genauso wie der Rest der Auer Mannschaft Respekt, aber keine Angst vor der Aufgabe in Düsseldorf. Während die Sachsen in der 2. Bundesliga bislang eine sehr gute Rolle spielen und auf dem vierten Tabellenplatz rangieren, hat Fortuna im Oberhaus mit sieben Punkten nach neun Spieltagen mit Startschwierigkeiten zu kämpfen.

«Die Düsseldorfer haben sich vor allem das letzte Spiel mit dem 0:2 in Paderborn anders vorgestellt. Und jetzt kommt auch noch Aue. Ich denke nicht, dass wir mit unserer ekligen Spielweise unbedingt ein Wunschlos für Fortuna sind», meinte Testroet: «Zumal Düsseldorf am Sonntag im Derby auf den 1. FC Köln trifft. Dieses Highlight-Spiel hat der eine oder andere vielleicht schon im Hinterkopf. Ob man dann am Mittwochabend unbedingt gegen elf aufopferungsvolle Erzgebirger spielen möchte, glaube ich eher nicht.»

Auch Trainer Dirk Schuster setzt darauf, dass der Druck auf den Gastgebern lastet. «Sich noch einen weiteren Stimmungskiller einzufangen, wäre für das Umfeld, die Fans und die Mannschaft der Düsseldorfer fast schon fatal», sagte Schuster. Der 51-Jährige will sich allerdings nicht zu sehr mit dem Gegner befassen. «Wir dürfen nur wenig Fehler machen, wollen kompakt stehen und nach vorn Nadelstiche setzen. Ich sehe uns in der Lage, Fortuna weh zu tun. Wir können nur gewinnen und haben eine Chance, etwas zu reißen», sagte Schuster, der auf personelle Experimente verzichten wird: «Wir werden mit der bestmöglichen Aufstellung spielen. Viele Kollegen nutzen in einer Englischen Woche auch die Rotationsmaschine. Das haben wir aber nicht vor.»

Sorgen bereitet Schuster derzeit nur der Zustand von Fabian Kalig. Der Verteidiger, der in der Viererkette in dieser Saison gesetzt war, fehlte schon in Darmstadt wegen Kniebeschwerden. «Seine Verletzung hat sich als schwerwiegender herausgestellt. Es handelt sich um eine knöcherne Geschichte im Knorpelbereich. Eine genaue Diagnose wird eine MRT-Untersuchung bringen», sagte Schuster. Neben Kalig fehlen in Düsseldorf auch Filip Kusic und Erik Majetschak.

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