Aue-Trainer Schuster optimistisch vor Rückrunden-Auftakt

Erzgebirge Aue kann den Start in die zweite Saisonhälfte mit viel Optimismus angehen. Trotz der 29 Punkte hat für Trainer Dirk Schuster der Klassenverbleib oberste Priorität.

Aue (dpa) - Die Ausgangslage ist glänzend, doch von Selbstzufriedenheit ist beim FC Erzgebirge Aue vor dem Rückrunden-Auftakt in der 2. Fußball-Bundesliga nichts zu spüren. Der Tabellenfünfte ist am Dienstag (20.30 Uhr) beim Vorletzten SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Die Sachsen sehen sich für die zweite Saisonhälfte gut gerüstet. «Wir haben in der Vorbereitung an einigen Stellschrauben gedreht und teilweise drei Trainingseinheiten am Tag absolviert. Die Mannschaft brennt und ist nun heiß auf das erste Pflichtspiel des Jahres», sagte Trainer Dirk Schuster am Montag.

Der Optimismus des 52 Jahre alten Fußballlehrers hat mehrere Gründe. Zum einen können die Sachsen auf ein solides Fundament von 29 Punkten aufbauen. Damit liegen die Auer in der Tabelle nur zwei Zähler hinter dem Tabellenzweiten Hamburger SV. Für Schuster hat der Klassenverbleib dennoch oberste Priorität: «An unserer Zielstellung hat sich nichts geändert. Wir wollen für Aue die 2. Liga erhalten», betonte Schuster, der aber durchaus Verständnis dafür aufbringt, dass einige Fans schon von der Bundesliga sprechen: «Andere können träumen und eine gesteigerte Erwartungshaltung haben, der wir uns auch gern stellen wollen. Und wir möchten uns auch gern an der Hinrunde messen lassen. Trotzdem wird es nicht passieren, dass wir jeden Gegner aus den Latschen schießen und alles in Grund und Boden spielen. Wir werden aber in jedem Spiel alles investieren, um positive Ergebnisse zu erzielen.»

Schuster setzt auf Bodenständigkeit und Realismus. Aues Cheftrainer warnt deshalb auch eindringlich vor dem Auftaktgegner Wiesbaden: «Sie sind nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen in der zweiten Liga angekommen.» Vor allem vor Wehens Torjäger Manuel Schäffler hat Schuster großen Respekt. «Zwölf Saisontore sprechen für viel Qualität. Er ist sehr handlungsschnell, sucht aus jeder Position den Abschluss und hat Bewegungen im Repertoire, die schwer zu verteidigen sind», sagte Schuster.

Der ehemalige Verteidiger weiß genau, worauf seine Abwehrspieler bei Schäffler achten müssen: «Wenn er bis 20 Meter vor dem Tor in gefährliche Räume kommt, sind wir gut beraten, ihn dort aufzunehmen, wo er auftaucht. Im Strafraum müssen wir ihn in Manndeckung nehmen - das ist aber auch bei allen anderen Stürmern der Fall.»

Mit Ausnahme der langzeitverletzten Steve Breitkreuz und Fabian Kalig stehen Schuster für die Partie in Wiesbaden alle Spieler zur Verfügung. Auch Innenverteidiger Sören Gonther, der wegen eines grippalen Infektes in der vergangenen Woche im Training fehlte, ist wieder einsatzbereit. Dazu hat der Trainer mit Winter-Neuzugang Jacob Rasmussen eine weitere Alternative für die Abwehr im Kader. «Er ist ein Kandidat für die erste Elf. Wir werden noch viel Freude an ihm », erklärte Schuster.


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