Auer Fehlstart nach 2:3 perfekt

Der FC Erzgebirge hat am vierten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga die dritte Niederlage kassiert. FCE-Kapitän Martin Männel sah das 2:3 (1:1) beim FC Ingolstadt von der Bank aus.

Ingolstadt.

Daniel Meyer wollte vor der Länderspielpause mit dem ersten Sieg unter seiner Regie für Ruhe beim FC Erzgebirge sorgen. "Wir haben die Chance, punktemäßig mit einem Schlag im Soll zu sein", sagte der FCE-Trainer vor der Partie beim FC Ingolstadt. Daraus wurde am Freitagabend aber nichts. Nach dem 2:3 (1:1) der Veilchen in Bayern steht nach dem vierten Spieltag nur ein Zähler auf dem erzgebirgischen Konto.

Den ersten Schock gab es vor Anpfiff. Kapitän Martin Männel konnte nicht zwischen den Pfosten stehen. Eine Wadenverletzung aus der Partie vor einer Woche in Köln verhinderte einen Einsatz. Für den 30-Jährigen spielte Ersatztorwart Daniel Haas. Neben dem Keeper gab auch Steve Breitkreuz sein Saisondebüt in der Startelf. Der Innenverteidiger, der nach einem Jahr in Braunschweig in der Sommerpause wieder nach Aue zurückgekehrt war, füllte die Rolle des Abwehrchefs aus. Auch taktisch entschied sich Meyer für Änderungen: Die Veilchen begannen die Partie mit einer Viererkette. Christian Tiffert rückte aus dem Abwehrzentrum ins Mittelfeld auf.

Die offensiv ausgerichtete Formation führte jedoch nicht zu mehr Zug zum Tor. Die Ingolstädter übernahmen vom Anpfiff weg die Kontrolle über die Partie. FCI-Profi Thomas Pledl hatte die erste Möglichkeit, sein Distanzschuss rauschte knapp am Auer Kasten vorbei (7.). Zwölf Minuten später musste Haas allerdings die Kugel aus dem Netz fischen. Der Aue-Keeper konnte erst einen direkt auf das Tor geschossenen Freistoß noch zur Seite abwehren, doch Konstantin Kerschbaumer brachte die Kugel im Anschluss von der Grundlinie flach herein und Thorsten Röcher verwandelt freistehen und sehenswert per Hackentrick zum 1:0 (19.).

Meyer reagierte sofort und stellte auf die gewohnte Fünferkette mit Tiffert in der Zentrale um. Die Erzgebirger fanden endlich in die Partie. Dies lag aber auch daran, dass die Gastgeber nicht mehr so druckvoll agierten. So musste auch Ingolstadts Schlussmann Marco Knaller ran. Einen direkten Freistoß aus 17 Metern von Sören Bertram entschärfte er (29.). Die Bayern wirkten nun unsicher, Pascal Testroet bestrafte das eiskalt. Der FCE-Stürmer setzte sich bei einem Gestocher im Strafraum gegen zwei Verteidiger durch, umkurvte Torhüter Knaller und schob zum Ausgleich ein (37.).

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Defensivreihen aber lange nichts anbrennen ließen. Dass die Heimmannschaft unzufriedener mit dem Remis war, konnte man an den Wechseln ablesen. FCI-Trainer Stefan Leitl brachte mit Osayamen Osawe und Charlison Benschop zwei frische Stürmer, Meyer nahm Torschütze Testroet aus der Partie. Und Osawe war gleich am Führungstreffer der Hausherren beteiligt. Der Nigerianer verlängerte nach einem Eckball eine Flanke, Dario Lezcano stand am zweiten Pfosten goldrichtig - 2:1 (70.). Die Auer hatten jedoch auch Pech: Verteidiger Fabian Kalig blutete nach einem Ellbogenschlag von Lucas Galvao heftig, musste neben dem Feld behandelt werden und fehlte dementsprechend beim Gegentor.

Bevor die Schlussoffensive der Auer überhaupt begann, setzte es schon den nächsten Tiefschlag. Ingolstadt kombinierte sich durch die Auer Defensive, Benschop musste nur noch den Fuß hinhalten, und es stand 3:1 (79.). Der Sonntagsschuss des eingewechselten Dimitrij Nazarov zum 2:3 kam zu spät (90.).

Statistik

FCI: Knaller - Ananou, Matip, Gimber, Galvao (V) - Schröck (V), Kerschbaumer - Pledl (64. Osawe), Kittel, Röcher (57. Benschop) - Lezcano (85. Krauße).

Aue: Haas - Kalig (73. Kvesic), Breitkreuz, Rapp, Kempe - Tiffert - Rizzuto, Riese, Fandrich, Bertram (79. Nazarov) - Testroet (67. Hochscheidt).

SR.: Petersen (Stuttgart);

Zu.: 8394.

Tore: 1:0 Röcher (19.), 1:1 Testroet (37.), 2:1 Lezcano (70.), 3:1 Benschop (79.), 2:3 Nazarov (90.).

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