Christian Tiffert: "Je mehr Zuschauer, desto schöner"

Der Routinier in Reihen des FC Erzgebirge, freut sich auf das heutige Spiel in Köln. Er weiß, dass die Kulisse für die Gastgeber zum Problem werden kann.

Aue.

Christian Tiffert musste kurz überlegen. "Wann habe ich denn zuletzt beim 1. FC Köln gespielt?", grübelte der Routinier des FC Erzgebirge vor dem heutigen Zweitligaduell der Veilchen in der Domstadt (13 Uhr). "Ich glaube, das war 2010. Ich war mit Kaiserslautern zum ersten Spiel der Bundesligasaison in Köln. Wir haben 3:1 gewonnen - das ist doch nicht verkehrt, oder?", fragte der 36-Jährige lachend in die Runde.

Einen Widerspruch gab es logischerweise nicht. Ein solches Resultat würde nämlich nicht nur den ersten Saisonsieg der Erzgebirger bedeuten. Es würde auch drei Punkte bringen, mit denen im Lößnitztal niemand plant. Denn gegen den FC ist der FCE in einem noch größeren Maße Außenseiter, als er es in der 2. Bundesliga ohnehin ist. Nach dem Abstieg der Kölner blieben zahlreiche Leistungsträger, allen voran Nationalspieler Jonas Hector, dem Club treu. "Sie sind vom Torhüter über die Abwehr bis hin zur Bank topbesetzt und nicht umsonst Aufstiegskandidat Nummer eins", erklärte Tiffert und forderte dennoch ein mutiges Auftreten der Auer: "Nur mit Mauern und Verstecken werden wir gar nichts mitnehmen. Wir haben auch ein gutes Team. "

Dass sich die Gäste von der Kulisse des einstigen WM-Stadions beeindrucken lassen, glaubt Tiffert nicht: "Ich mache mir da keine Sorgen, weil wir uns bisher vor ähnlich großen Zuschauermassen auch nicht schwergetan haben." Knapp 50.000 Fans passen in die Arena im Osten der Stadt. "Je mehr Zuschauer, desto schöner ist es", sagte der FCE-Abwehrchef. "Es ist eine Typfrage, wie man damit umgeht. Ich bin dafür, die Stimmung bewusst wahrzunehmen. Du wirst doch Fußballer, um solche Partien bestreiten zu können." Er wies zudem darauf hin, dass ein volles Stadion ein Vorteil für die Auer sein kann: "So eine Kulisse kann sich auch schnell gegen eine Heimmannschaft wenden, wenn es nicht so läuft." Wie vor sechs Jahren, als er im Lauterer Trikot in Köln einen 3:1-Sieg eingefahren hatte, der aber nicht seine letzte Partie in Müngersdorf war, wie der Routinier selbst annahm. Eine Saison später war er noch einmal mit dem FCK beim FC zu Gast und hatte 1:1 gespielt. Ein Ergebnis, mit dem die Auer heute zufrieden wären. (sesi)

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