Der Debütant im Veilchen-Trikot überzeugt

Dass der FCE gegen den Spitzenreiter der 2. Bundesliga zu null spielte, hatte auch mit Jacob Rasmussen zu tun. Aues Torwart Martin Männel erklärte, warum der Winterneuzugang eine Verstärkung ist.

Aue.

Jacob Rasmussen erhielt nach seinem Debüt für den FC Erzgebirge Lob von Abwehrchef und Trainer. "Besser kann man sein erstes Spiel kaum machen. Großes Kompliment", sagte Verteidiger Sören Gon- ther nach dem 0:0 der Veilchen gegen Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Der im Januar vom AC Florenz ausgeliehene Winterneuzugang agierte links neben dem Routinier. "Er hat sich in die Dreier- respektive Fünferkette nahtlos eingefügt. Er war sehr präsent und hat aktiv mitgecoacht. Er hat, wie jeder andere in der Mannschaft auch, eine sehr ansprechende Leistung gezeigt", urteilte FCE-Trainer Dirk Schuster.

Rasmussen hatte gegen die Stürmer der zweitbesten Offensive der Liga allerdings ein- oder zweimal das Nachsehen. "Dass bei der Geschwindigkeit, die der Gegner hatte, mal einer durchrutscht, ist kein Problem", meinte Gonther und fügte an: "Gegen diese Mannschaft nur ein, zwei Torchancen zuzulassen - ich weiß nicht, wer das sonst noch diese Saison geschafft hat."

Rasmussen war nach Abpfiff froh, dass ihm der Trainer gleich in der zweiten Partie nach seinem Wechsel ins Erzgebirge das Vertrauen schenkte und ihn in die Startelf berief. "Es war schön. Ein Sieg wäre natürlich noch schöner gewesen, aber wir haben auch gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt", sagte der Däne. Nach einer knappen Viertelstunde hätte er selbst für einen noch positiveren Freitagabend sorgen können, doch sein Kopfball ging am Tor vorbei. "Das war eine Super-Ecke. Ich habe den Ball schon im Tor gesehen. Dann kam er mir etwas in den Rücken und ich konnte ihn nicht reinköpfen. Schade!", haderte der 22-Jährige.

Die Kopfballstärke des 1,90 Meter großen Hünen fiel auf. "Da hat er uns ein paar Situationen überstehen lassen", meinte FCE-Torhüter Martin Männel. "Gerade bei Standardsituationen, die uns in den vergangenen Spielen einige Punkte gekostet haben, war er ein wichtiger Part." Zehn der letzten 13 Gegentreffer fingen sich die Auer nach ruhenden Bällen. In der Vorwoche gegen Wehen hatte ein schlecht verteidigter Eckball zum spielentscheidenden 0:1 geführt.

Auch in der nächsten Partie wird es auf die erzgebirgische Defensive ankommen. Am Sonnabend tritt die Schuster-Elf beim VfB Stuttgart an, der auf dem Papier am besten besetzten Mannschaft der 2. Bundesliga. "Das Stuttgart-Spiel wird genauso hart wie das gegen Bielefeld", prophezeite Rasmussen. "Wir müssen einfach da weitermachen, wo wir aufgehört haben." Dass der Däne gegen den VfB wieder in der Startelf steht, davon ist nach seinem starken Debüt auszugehen.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.