Die Aufholjagd stockt: Dynamo unterliegt Darmstadt knapp

Ein Spiel mit zwei Gesichtern: Im ersten Durchgang wackelte Dynamo Dresden wie so oft in der Hinrunde. In der zweiten Halbzeit drückten die Sachsen auf den Ausgleich, konnten sich aber nicht belohnen.

Dresden (dpa) - Bitterer Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt: Dynamo Dresden hat nach zuletzt zwei Partien ohne Niederlage erstmals seit der Winterpause wieder verloren. Das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga unterlag am Freitagabend dem SV Darmstadt 98 mit 2:3 (1:3) und verpasste es dadurch, den Anschluss an die Nichtabstiegsränge herzustellen.

Josef Husbauer (4.) brachte Dresden vor 26 243 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion früh in Führung, doch Paik Seung-ho (8.), Tobias Kempe (12.) und Serdar Dursun (43.) drehten die Partie für die Hessen. Mehr als Anschlusstor durch Patrick Schmidt (57.) wollte Dynamo nicht gelingen. Wobei der vermeintliche Ausgleich durch Schmidt (72.) nach Videobeweis und einer umstrittenen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Am Ende war Dresden in Unterzahl, da Simon Makienok nach einem groben Foul die Rote Karte gesehen hatte.

«Wir haben in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt. Wie du Umstände sind, ist dann letztlich egal. Vielleicht kam der Dämpfer gerade zur rechten Zeit», sagte Kapitän Florian Ballas.

Kauczinski tauschte nach dem Remis in Heidenheim auf drei Positionen. Brian Hamalainen rückte nach überstandenem Infekt wieder auf die linke Abwehrseite, Dzenis Burnic nach abgesessener Gelbsperre wieder ins defensive Mittelfeld. Neben dem 21-Jährigen feierte Neuzugang Husbauer nach seiner fünfminütigen Premiere in Heidenheim sein Startelf-Debüt für die Sachsen.

Der 29 Jahre alte Tscheche war es auch, der eine muntere erste Viertelstunde einläutete. Denn nach seinem Führungstor für die Kauczinski-Elf dauerte es keine zehn Minuten, ehe Darmstadt - bedingt durch individuelle Fehler der Dresdner Hintermannschaft - die Partie wieder drehte.

Erst übersah Jannis Nikolaou beim Ausgleichstreffer den Torschützen Paik in seinem Rücken, dann legte der Deutsch-Grieche unfreiwillig für Kempe zum Darmstädter Führungstor auf. Zuvor hatte Dynamo-Torwart Kevin Broll den Ball hergeschenkt, weswegen Nikolaou erst in Bedrängnis geraten war.

Beide Gegentore hinterließen ihre Wirkung. Zwar verflachte die Partie ein wenig, das lag aber vor allem daran, dass die Hausherren nach der defensiven Stabilität der ersten beiden Partien dieses Jahres suchten. Darmstadt hatte das Kommando übernommen und setzte Dresden tief in der eigenen Hälfte fest.

Das Schlusslicht wackelte gewaltig, immer wieder raunte es durch das Stadion, das 1:3 schien nur eine Frage der Zeit. Dursun (35.) vergab dabei die größte Einschussmöglichkeit. Darmstadts Toptorjäger scheiterte aber aus spitzem Winkel an Torwart Broll. Zwei Minuten vor der Pause machte es der 28 Jahre alte Angreifer besser, schob nach einem Sololauf von Mathias Honsak überlegt zu seinem zehnten Saisontor ein.

Mit einem Pfeifkonzert ging es für Dresden in die Kabine, doch nach der Pause keimte wieder Hoffnung auf. Denn der zweite Durchgang begann ähnlich fulminant wie der erste. Nach dem Anschlusstor von Schmidt vergaben die Hausherren gleich reihenweise beste Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Beste lag Sascha Horvath (59.) liegen. Torwart Marcel Schuhen konnte noch parieren.

Das vermeintliche Ausgleichstor durch Schmidt gab Schiedsrichter Michael Bacher nach Eingreifen des Video-Schiedsrichters nicht, dann stellte er in der 77. Minute den kurz zuvor eingewechselten Makienok nach einem Foul an Schuhen vom Platz. Nikolaou verpasste in der Nachspielzeit den Ausgleich.


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