Dresden will Partie in Kiel nicht herschenken

Die Erleichterung nach dem Klassenverbleib war groß, nun will Dynamo Dresden auch endlich gegen Kiel wieder siegen. Sorgen bereitet lediglich der Ausfall des Top-Sturmduos Erich Berko und Moussa Koné.

Dresden (dpa) - Sportlich geht es im letzten Auswärtsspiel zwischen Dynamo Dresden und Holstein Kiel nicht mehr um viel. Beide werden auch in der nächsten Saison wieder in der 2. Fußball-Bundesliga aufeinandertreffen. Während die «Störche» aus Kiel als Tabellen-Siebter keine Chance mehr auf den Aufstieg ins Oberhaus haben, ist die Erleichterung in Dresden nach dem erneuten Klassenerhalt groß.

«Es ist wichtig, die Klasse gehalten zu haben. Wir haben vieles gut gemacht, vieles auch noch nicht. Die Erleichterung überwiegt», sagte Cheftrainer Cristian Fiel am Freitag auf der Pressekonferenz der Sachsen, gab aber auch zu: «Ich war erleichtert, aber das Glücksgefühl war noch nicht so da. Ich glaube, das kommt nach der Saison, wenn ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringe.»

Hilfreich wäre da sicherlich auch ein Auswärts-Erfolg am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in Kiel. Herschenken wolle man die letzten beiden Saisonspiele jedenfalls nicht. «Es geht noch um Fernsehgelder, wir wollen die höchstmögliche Punktzahl einfahren. Und natürlich wollen wir unseren Fans einen guten Abschluss schenken», erklärte Mittelfeldspieler Jannis Nikolaou. Mit 39 Zählern ist Dresden derzeit auf Rang 13 der Tabelle.

Verzichten müssen die Sachsen in Kiel jedoch auf ihre zwei Top-Scorer Moussa Koné (neun Tore/sieben Vorlagen) und Erich Berko (sechs Tore/zwei Vorlagen). Während Berko aufgrund eines Außenbandanrisses im linken Sprunggelenk ebenso verletzt passen muss, wie Sören Gonther (zwei angebrochene Rippen), sind Koné und Dzenis Burnic aufgrund der fünften gelben Karten gesperrt.

«Es kann sicherlich auch der ein oder andere Spieler zum Einsatz kommen, der bisher nicht gespielt hat», erklärte Fiel. Torwart Markus Schubert wird jedoch nicht mehr zum Einsatz kommen. «Ich werde mit Patrick Wiegers und Tim Boss nach Kiel fahren», kündigte der 39-Jährige aber an.

Ohnehin hapert es auch unter Fiel eher in der Offensive. 15 Mal trafen seiner Mannen in neun Partien unter dem Spanier, 26 Treffer waren es zuvor in 23 Partien. Mit 38 Toren stellen die Sachsen die viertschlechteste Offensive der 2. Liga, nur Magdeburg, Fürth (jeweils 34) und Duisburg (36) sind schlechter.

Defensiv läuft es dafür unter dem Spanier besser, mit 44 Gegentoren stellt Dresden die fünftbeste Defensive der Liga. Lediglich acht Mal klingelte es in den neun Partien im Dynamo-Tor, in drei der neun Partien stand sogar die Null. In den 23 Partien zuvor waren es 36 Gegentreffer. «Zwischenbilanzen und so ein Zeug interessieren mich nicht. Wir spielen nächstes Jahr in der 2. Liga, das ist das Wichtigste», bekräftigte Fiel.

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