Dynamo will dritten Heimsieg: Walpurgis warnt vor Gegner

Zwar hat der kommende Gegner keinen großen Namen und reist als Drittletzter nach Dresden. Doch unterschätzen sollte man ihn nicht. Denn Sandhausen ist wiedererstarkt und weiß, wie man in Dresden gewinnt.

Dresden (dpa) - Die Vorgabe von Maik Walpurgis ist eindeutig. «Wir haben ein klares Ziel und wollen mit unserer Fans den Sieg holen», sagte der Cheftrainer der SG Dynamo Dresden mit Blick auf das Heimspiel am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) gegen den SV Sandhausen. Dynamo will nach vier sieglosen Spielen in Serie endlich den fünften Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga einfahren.

Doch gerade zu Hause tat sich der achtmalige DDR-Meister schwer, hat zwei der letzten drei Partien verloren und rangiert mit nur zwei Heimsiegen derzeit auf Rang 14. der Heimtabelle. Ein Erfolg im «Wohnzimmer» ist also fast schon ein Muss. Auch, weil der SVS nach elf Spieltagen bisher nur neun Zähler auf dem Konto hat und als Tabellen-16. in die sächsische Landeshauptstadt reist.

«Wenn man kurz recherchiert, sieht man, dass die Bilanz der letzten zwei Jahre gegen Sandhausen negativ ist. Das Heimspiel letzte Saison ging mit 0:4 verloren», warnte Walpurgis am Donnerstag. «Wir dürfen nicht den Reflex an den Tag legen, den jeder so hat. Jeder erwartet auf den ersten Blick einen Sieg, doch es ist nicht nur eine Frage der Höhe. Seit dem Trainerwechsel haben sie in der Liga hervorragend agiert.»

Sandhausen ist seit dem Amtsantritt von Coach Uwe Koschinat noch ungeschlagen, sammelte seitdem in zwei Spielen vier Punkte und erzielte dabei sieben seiner zwölf Saisontore. Auch deshalb warnte Walpurgis vor den Stürmern Andrew Wooten und Fabian Schleusener. Sie trafen in den vergangenen beiden Partien jeweils dreifach.

Am Dienstag unterlag der SVS im DFB-Pokal dem Zweitliga-Konkurrenten Heidenheim deutlich mit 0:3. Eine Niederlage, die die Koschinat-Elf aufgrund der Verletzung von Innenverteidiger Tim Kister (Mittelfußbruch) zudem teuer bezahlen musste. Dynamo fehlen neben den Langzeitverletzten Florian Ballas und Jannik Müller auch Patrick Möschl (Muskelfaserriss) und Jannis Nikolaou (Gelb-Rot-Sperre). Patrick Ebert und Brian Hamalainen konnten nicht durchgängig trainieren, ihr Einsatz ist noch fraglich.

Umso mehr wird es auch wieder auf die eigenen Fans ankommen. «Es wird wichtig, dass wir im Stadion eine Atmosphäre erzeugen, dass wir alle zusammen diese drei Punkte holen», forderte Walpurgis von seinen Spielern und Fans. «Wir wollen aus dem Stadion wieder eine Festung machen und Spiele wie gegen Darmstadt sehen, die zwar eng sind, aber der entscheidende Funke am Ende ins unsere Richtung springt.» Ein ähnliches Spiel wie beim 4:1-Erfolg gegen die Hessen erwartet der 45-Jährige auch gegen den SVS.

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