Eiskalte Berliner stoppen St. Paulis Höhenflug und erobern die Spitze

Fußball-Zweitligist Union Berlin hat den Höhenflug des FC St. Pauli gestoppt und sich zudem an die Tabellenspitze im Unterhaus gesetzt. Der Hauptstadt-Klub besiegte die Hamburger mit 4:1 (2:0) und zog damit am Klub vom Millerntor vorbei. Platz eins müssen sich die Eisernen aber mit dem 1. FC Köln teilen. St. Pauli war vor diesem Spieltag noch Tabellenführer.

Sebastian Andersson (57./88.), Grischa Prömel (44.) und Akaki Gogia (45.+2) erzielten die Tore für hoch effiziente Berliner. Für St. Pauli traf der eingewechselten Henk Veerman (71.). Während das weiterhin ungeschlagene Union mit nunmehr sieben Punkten zur Spitze aufschloss und den besten Saisonstart seit 2009 feierte, musste der Kiez-Klub nach zwei Siegen zum Start den ersten Dämpfer einstecken.

"Wir pennen kurz vor der Halbzeit zweimal. Normal gehst Du mit einem 0:0 in die Pause, dann wird es ein ganz anderes Spiel", haderte St. Paulis Marvin Knoll bei Sky. Coach Markus Kauczinski sah es genauso: "Das ist total ärgerlich, ich kann es mir nicht erklären."

Nach ausgeglichener erster Halbzeit schlug Union unmittelbar vor der Pause eiskalt zu. Dabei profitierte das Team von Trainer Urs Fischer vom Durcheinander in St. Paulis Abwehr. Zweimal segelten lange Berliner Einwürfe in den Strafraum, zweimal bekamen die Gäste die Kugel nicht unter Kontrolle.

"Wir wussten, dass St. Pauli mit langen Einwürfen Probleme hat", sagte Unions Kapitän Christopher Trimmel.

Auch im zweiten Abschnitt blieben Torchancen zunächst die Ausnahme, ehe Andersson ein Zuspiel von Manuel Schmiedebach verwertete. Dritte echte Torchance, drittes Tor - die Vorentscheidung. Mehr als zum Ehrentreffer per abgefälschtem Fernschuss kam St. Pauli nicht mehr und kassierte die fünfte Niederlage gegen Union hintereinander.

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