Erzgebirge Aue kassiert dritte Pleite in Folge

Der FC Erzgebirge Aue geht im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg leer aus. Die Franken gewannen 2:1 (1:0), weil sie die wenigen Fehler der Veilchen eiskalt ausnutzten.

Aue.

Der FC Erzgebirge tritt im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga weiter auf der Stelle. Auch am Freitagabend im Erzgebirgsstadion konnte Aue die dünne Punktausbeute von zehn Zählern nicht aufbessern. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev verlor 1:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Kevin Möhwald und Guido Burgstaller trafen für die Franken, Nicky Adler glich zwischenzeitlich für die Veilchen aus.

Dotchev entschied sich im Vergleich zur 2:6-Niederlage bei 1860 München zu zwei Wechseln in der Startformation. Für Fabio Kaufmann und Julian Riedel rückten der einstige FCN-Profi Nicky Adler und Adam Susac in die erste Elf. Nachdem Aue in den vergangenen fünf Partien 16 Gegentreffer kassiert hatte, merkte man den Veilchen an, dass es erstmal um Stabilität in der Defensive ging. Ein Lupfer des ehemaligen Aue-Stürmers Jakub Sylvestr - knapp am Gehäuse der Gastgeber vorbei - und eine Direktabnahme von Adler aus spitzem Winkel blieben lange Zeit die einzigen Abschlussversuche.

Aue übernahm im ersten Durchgang die Initiative, Nürnberg überließ den Erzgebirgern das Feld, ohne Chancen zuzulassen. Ein Schuss aus 18 Metern von Pascal Köpke (33.) in die Arme von Torhüter Thorsten Kirschbaum war noch die gefährlichste Aktion. Gerade als man im Lößnitztal das zu Null zur Halbzeit als Teilerfolg werten wollte, schlugen die Franken zu: Nach einem Eckball des FCE war die Defensive nicht ordentlich sortiert, sodass Tobias Kempe vom rechten Flügel frei flanken und Kevin Möhwald aus kurzer Distanz ungestört zum 1:0 vollstrecken konnte.

Dotchev wechselte in der Pause, brachte Fabio Kaufmann für Cebio Soukou. Aue mühte sich, die Franken verteidigten und lauerten auf Fehler. Genau den begingen die Gäste aber nach einer Stunde selbst. Die Zuordnung passte auf der rechten Abwehrseite nicht. Sebastian Hertner hatte alle Zeit der Welt, brachte die Kugel in den Strafraum, dort legte Kaufmann per Kopf ab und Adler hatte keine Mühe, auszugleichen.

Damit weckte der Routinier die Fans auf der Tribüne - und die Mitspieler. Der FCE hatte nun seine stärkste Phase: In der 66. Minute bediente Kaufmann Adler erneut, dessen Direktabnahme geblockt wurde. Wenige Augenblicke später fand sich Susac freistehend vor dem FCN-Tor wieder. Der Innenverteidiger köpfte die Freistoßflanke aber unplatziert zu Kirschbaum.

Die "Clubberer" brauchten nach dem 1:1 einige Minuten, um sich zu sammeln. Dann war die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz bei der nächsten Auer Unzulänglichkeit jedoch wieder zur Stelle. Ein Eckstoß segelte durch den Strafraum der Gastgeber, Guido Burgstaller ließ sich nicht zweimal bitten und traf volley zur Führung (78.). Daniel Haas, Vertreter von Aues Stammtorwart Martin Männel, hatte wie schon beim 0:1 keine Abwehrchance. Dotchev versuchte, mit Max Wegner und Simon Skarlatidis für mehr Offensivkraft zu sorgen. So sehr sich die Auer auch gegen die Niederlage stemmten, Gefahr vor dem Nürnberger Kasten konnten sie nicht mehr heraufbeschwören.

Statistik Aue: Haas - Rizzuto (88. Skarlatidis), Susac, Breitkreuz, Hertner - Riese (82. Wegner), Tiffert - Adler, Kvesic, Soukou (46. Kaufmann) - Köpke. Nürnberg: Kirschbaum - Brecko, Hovland, Mühl (V), Sepsi - Petrak - Kempe (90. Gislason), Leibold (V/68. Kammerbauer), Burgstaller - Möhwald - Sylvestr (81. Teuchert). SR: Kempkes (Thür); Zu.: 9000; Tore: 0:1 Möhwald (43.), 1:1 Adler (60.), 1:2 Burgstaller (78.).

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