Erzgebirge Aue verliert 0:4 gegen Stuttgart

Aue. Der FC Erzgebirge Aue wartet in der 2. Bundesliga weiter auf ein Erfolgserlebnis. Am Sonntag verlor das Team gegen den VfB Stuttgart im heimischen Stadion 0:4 (0:2), ist nun seit sechs Spielen ohne Sieg und bleibt dadurch auf dem vorletzten Tabellenplatz kleben.

"Wir haben lange Zeit sehr viel richtig gemacht und  ein Spiel verloren, was man nicht verlieren durfte. Aber das Ergebnis trifft uns hart.  Bis zum 0:3 hat meine Mannschaft noch an sich geglaubt", sagte Aues Trainer Pavel Dotchev.

Absteiger gegen Aufsteiger, Tabellenzweiter gegen Vorletzter. Die Vorzeichen vor dem Anpfiff konnten nicht klarer sein. Zudem wartete der FC Erzgebirge vor dem Anpfiff noch mit einer Hiobsbotschaft auf, denn Leistungsträger Pascal Köpke fiel kurzfristig verletzt aus. Vor ausverkauftem Haus, das Spiel sahen 10.000  Fans, begann Aue mit wenig Respekt vor den Schwaben.

Doch nach einer knappen Viertelstunde handelte Timo Baumgartl eiskalt. Im Anschluß an eine Ecke köpfte er zum 1:0 für den VfB ein. Es war zugleich die erste Szene, in der die Gäste im Auer Strafraum aufgetaucht waren. Die Elf von Trainer Pavel Dotchev steckte diesen Rückstand aber gut weg, kurz darauf donnerte Mario Kvesic das Spielgerät an die Latte. Wenig später beförderte Christian Tiffert den Ball über den Kasten des Stuttgarter Tores. Dann zeigte der Deutsche Meister von 2007 den Auern, worin der Sinn des Fußballspiels besteht. Sie wagten sich nach 24 Minuten zum zweiten Mal in die Auer Box. Takuma Asano flankte auf Christian Gentner, der zum 2:0 einschob. In der Entstehung dieses Treffers sah Aues Abwehrspieler Calogero Rizzuto nicht gut aus. Bis zur Pause blieben die Erzgebirger jedoch nicht chancenlos. In der 39. Minute setzte sich Nicky Adler auf der linken Seite durch und bediente Kvesic, der die Kugel allerdings aus acht Metern über das Tor jagte. Dann drang Adler in den Stuttgarter Strafraum ein. Statt schnell abzuschließen, kam der Mittelfeldspieler zu Fall. Der Schiedsricher pfiff, zeigte dabei aber nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern dem Auer wegen einer Schwalbe die gelbe Karte.

Die Gastgeber kamen mit sehr viel Elan aus der Kabine. In der 53. Minute musste sich VfB-Keeper Mitchell Langerak ganz lang machen, um einen Freistoß von Kvesic zur Ecke zu klären. Anschließend versuchten die Veilchen, die Stuttgarter Abwehr zu knacken, leider mit sehr überschaubarem Erfolg. Mit dem 2:0 im Rücken konnte Stuttgart nun schauen, was beim Gegner passiert - und das war nun nicht mehr so viel. Immerhin prüfte Rizzuto mit einem Schuss aus 17 Metern den Stuttgarter Schlussmann, doch diese Aufgabe stellte ihn nach 64 Minuten vor keinerlei Probleme. Dann ruckten die Gäste wieder einmal kurz an und zeigten sich gnadenlos effektiv. Simon Terodde bediente mustergültig Carlos Mane, der mit dem 3. Treffer die Fronten endgültig klärte. Eine Viertelstunde vor Ultimo setzte dann im Sparkassen-Erzgebirgsstadion auf der Tribüne das große Abwandern ein. Mane netzte zum 4:0 ein und sorgte dafür, dass nur noch im Stuttgarter Fanblock gejubelt wurde. "Wir haben heute gegen ein starkes  Team gespielt, dass jeden Fehler  knallhart bestraft hat", sagte Mario Kvesic. (kbe)

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