FC Erzgebirge beschließt neue Satzung

In Aue läuft es sportlich und wirtschaftlich rund

Aue.

Seit Helge Leonhardt vor etwa fünf Jahren das Amt des Präsidenten beim FC Erzgebirge Aue übernommen hat, meidet dessen Bruder Uwe Leonhardt öffentliche Ansagen. Bei der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten am Freitagabend ergriff das aktuelle Aufsichtsratsmitglied, von 1992 bis 2009 Präsident der Veilchen, das Wort. Grund war die Satzungsreform, die seit mehr als zwei Jahren für Diskussionen im Verein sorgte und die am Freitag zur Abstimmung stand. "Wenn wir unter den 36 besten Clubs Deutschlands weiter mitspielen wollen, brauchen wir funktionierende Führungsstrukturen", sagte Uwe Leonhardt und warb damit für eine Passus, der auf Kritik stieß. Die Frage war: Kann der Aufsichtsrat künftig nicht nur ehrenamtlich, sondern auch hauptamtliche Vorstandsmitglieder - in Aue sind das unter anderem Präsident und Vizepräsident - einsetzen? Uwe Leonhardt betonte dabei, dass es nicht um die aktuellen Chefs geht - genauso wie sein Bruder selbst. "Wir als Typen sterben aus", meinte Helge Leonhardt. "Was passiert aber nach Helge Leonhardt? Dann müssen wir nach Fachmännern suchen - und bezahlen." Am Ende stimmte eine große Mehrheit der 388 anwesenden Mitglieder für die neue Satzung und für den diskutierten Passus.

Das war aber auch der einzige Tagesordnungspunkt mit Diskussionsbedarf. Sportlich läuft es: Die Auer sind als Tabellenvierter zum Auswärtsspiel am Montag (20.30 Uhr) beim Karlsruher SC gereist. Auch wirtschaftlich sprachen die Zahlen für sich: Die Veilchen verbuchten in der Saison 2018/2019 mit 20,46 Millionen Euro einen Rekordumsatz und machten einen Gewinn von 535.000 Euro. "Darauf können wir stolz sein", sagte Helge Leonhardt, der gerade erst aus Moskau zurückgekehrt war. Dort hatte er ein Memorandum über eine Kooperation mit Spartak unterzeichnet. Beim russischen Erstlisten ist seit Mitte Oktober der ehemalige FCE-Trainer Domenico Tedesco am Ruder.sesi

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