Fiél forciert Dynamo-Kehrtwende gegen HSV: «Wollen gewinnen»

Trotz Niederlage im letzten Spiel zeigte Dynamo Dresden gegen Heidenheim eine deutlich ansteigende Form. Gegen den Bundesliga-Absteiger und großen Favoriten Hamburg sollen nun auch drei Punkte her.

Dresden (dpa) - Nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie soll für Dynamo Dresden ausgerechnet am Samstag (13.00 Uhr/Sky) gegen den Hamburger die Kehrtwende gelingen. Interims-Trainer Cristian Fiél will in seinem wohl letzten Spiel an der Seitenlinie des Fußball-Zweitligisten unbedingt drei Punkte. «Wir werden sicherlich nicht rausgehen, sie herzlich begrüßen und noch eine schöne Saison wünschen. Wir wollen gewinnen, das ist doch klar», sagte der 38 Jahre alte Deutsch-Spanier am Freitag kämpferisch.

Doch die Aufgabe könnte nicht viel schwerer sein. Denn die Hanseaten sind der große Favorit. Nach der Auftakt-Niederlage gegen Holstein Kiel ist das Team von Trainer Christian Titz ins Rollen gekommen, gewann seine folgenden beiden Partien jeweils mit 3:0 und belegt derzeit den dritten Tabellenplatz. Dresden hat nach seinem Auftakterfolg gegen Duisburg beide Spiele verloren, ist derzeit 13. «Wir wissen, was da auf uns zukommt. Wenn man den Kader durchgeht, dann spricht das für sich. Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, die alles versucht, spielerisch zu lösen und eine Menge Mentalität hat», sagte Fiél.

Einen kennt der ehemalige Bundesliga-Profi dabei noch aus alten Zeiten. Mit HSV-Kapitän Lewis Holtby kickte er von 2007 bis 2009 zusammen bei Alemannia Aachen, nahm damals den Jugendspieler unter seine Fittiche. «Was nicht in Ordnung ist, dass ich mich in Aachen um ihn gekümmert habe und er auf die große Bühne gegangen ist und sich nicht mehr um mich gekümmert hat», scherzte der Dynamo-Coach. «Es geht aber nicht um Lewis und Fiélo, sondern nur darum, dass wir dieses Spiel gewinnen.»

Dabei sieht der Deutsch-Spanier sein Team nicht chancenlos. Unter Fiél zeigten die Sachsen trotz der 1:3-Niederlage gegen Heidenheim zuletzt eine deutlich ansteigende Form. Die Fehler der letzten Niederlage seien zudem analysiert, diese gelte es nun abzustellen und es besser zu machen. Vor allem am Abschluss habe es gehapert, weswegen unter der Woche auch daran gearbeitet wurde. Fiél hatte gegen Heidenheim den unbedingten Willen und die letzte Konsequenz vermisst, das Tor notfalls erzwingen zu wollen.

Einer, dessen Hauptaufgabe es ist Tore zu verhindern, steht am Samstag wieder zur Verfügung. Jannik Müller hatte nach zweiwöchiger Verletzungspause die letzten beiden Einheiten wieder mit der Mannschaft trainieren können und sei beschwerdefrei. Kapitän Marco Hartmann, Torhüter Tim Boss, Mittelfeldspieler Sascha Horvath sowie die Innenverteidiger Sören Gonther und Florian Ballas fehlen dagegen weiterhin.

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