Hinten sicher und vorne eiskalt: Dynamo Dresden bezwingt KSC

Dynamo Dresden hat wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib eingefahren. Die Elf von Markus Kauczinski blieb einiges schuldig, präsentierte sich aber dennoch im Vergleich zur Hinrunde konkurrenzfähig.

Dresden (dpa) - Dynamo Dresden ist erfolgreich in die Mission Klassenverbleib gestartet. Das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga gewann am Mittwochabend das erste Spiel nach der Winterpause gegen den direkten Konkurrenten Karlsruher SC mit 1:0 (1:0) und rückt infolge des ersten Sieges seit November bis auf vier Punkte auf die Badener heran, die weiter am dem 15. Tabellenplatz rangieren. Marco Terrazzino (38.) traf vor 27 595 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion zum vierten Saisonsieg der Sachsen.

Dynamos Coach Markus Kauczinski setzte auf dieselbe Startformation, die er schon bei der Generalprobe beim VfB Stuttgart aufstellte. In Stürmer Patrick Schmidt und Mittelfeldspieler Terrazzino durften dabei zwei der inzwischen sechs Neuzugänge von Beginn an ran. Stürmer Simon Makienok, der am Mittwoch als sechster Neuzugang präsentiert wurde, stand noch nicht im Kader. Der 29 Jahre alte Mittelstürmer steigt erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining ein.

Der dänische Nationalspieler soll Dynamos Angriffsspiel verstärken und wird auch dringend benötigt. Denn auch gegen den KSC zeigte Dynamo, warum es mit zuvor 17 Toren die schlechteste Offensive im Bundesliga-Unterhaus stellt.

Zwar starteten die Hausherren mit viel Euphorie und lautstarken Fans im Rücken selbstsicherer, als man das von dem Schlusslicht aus der Hinrunde gewohnt war, dennoch blieb die Kauczinski-Elf gerade im Spiel nach vorn vieles schuldig. Nur einmal blitzte das Können der Dynamo-Kicker auf, als sich Sascha Horvath und Schmidt durch die tiefgestaffelte Karlsruher Abwehr kombinierten, Dynamos Angreifer den Ball dann aber noch etwas bedrängt im Strafraum verstolperte.

Dass Dresden dennoch mit einer Führung in die Pause ging, lag am zweiten Neuen Terrazzino. Nach einem abgeprallten Schuss von Patrick Ebert landete der Ball vor dem Deutsch-Italiener, der das Spielgerät in einer schönen Einzelaktion mit rechts annahm und anschließend mit seinem linken Fuß ins lange Eck abschloss.

Dresdens Priorität lag aber zunächst ohnehin auf einer stabilen Defensive. Kauczinski lässt im neuen 4-2-3-1-System vorsichtiger agieren als noch sein Vorgänger Cristian Fiel, weswegen der KSC zu keiner Zeit zur Entfaltung kam. Einzig Neuzugang Jerome Gondorf präsentierte lange Zeit in Form von zwei Distanzschüssen so etwas wie Torgefahr.

Und so war auch im zweiten Durchgang nicht viel geboten. Beide Teams neutralisierten sich durch tief stehende Abwehrreihen und scheuten das letzte Risiko.

Erst im letzten Viertel der Partie zogen beide Teams noch einmal an. Erst verpasste Philipp Hofmann (72.) nur knapp den Ausgleich, nur eine Minute später rettete der Karlsruher Abwehrspieler David Pisot nach einem Schuss von Schmidt für seinen bereits geschlagenen Schlussmann auf der Linie. Letztlich blieb es aber beim verdienten 1:0-Erfolg der Sachsen.


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