Neustart: Schmidt soll Dynamo aus dem Keller schießen

Sein erster Anlauf in Deutschlands zweithöchster Liga ist misslungen, nun wagt Patrick Schmidt einen neuen Anlauf: bei Dynamo Dresden. Der Torjäger soll dort seine und Dynamos-Flaute beenden.

Mijas (dpa/sn) - Patrick Schmidt nimmt noch einmal Anlauf. Der 26 Jahre alte Angreifer will bei Dynamo Dresden beweisen, dass er in der 2. Fußball-Bundesliga und als Führungsspieler bestehen kann. «Ich ziehe mein Ding durch, will aber schon vorneweg gehen und die Mannschaft mitziehen. Was daraus gemacht wird, entscheiden andere», erklärte die Leihgabe des FC Heidenheim im Wintertrainingslager an der spanischen Mittelmeerküste.

Schmidt geht dahin, wo es wehtut. Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge beschreibt den 26 Jahre alten Mittelstürmer als einen, der «jede Menge Leidenschaft und Wucht mitbringt, was unser Angriffsspiel im Kampf um den Klassenerhalt insgesamt flexibler und gefährlicher machen soll». Schmidt erinnert dabei etwas an den ehemalige Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke.

Der gebürtige Dresdner spielte von Januar 2016 bis Juni 2017 für Dynamo und erzielte unter anderem in 32 Zweitliga-Partien 16 Tore. «Mir fehlen leider ein paar Zentimeter zu ihm, aber vom Typ her kann das gut sein. Er ist auch ein Spielertyp, der viel über die Leidenschaft und über den Kampf kommt. Vielleicht gibt es daher ein paar Ähnlichkeiten», sagte der 1,86 Meter große Angreifer.

Doch während Kutschke auch derzeit beim Drittligisten FC Ingolstadt trifft, wartet Dynamos neuer Mittelstürmer seit dem 15. September 2018 auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt traf Schmidt beim 3:2-Auswärtserfolg des FCH beim Hamburger SV zum 1:0. Seitdem leidet er an Ladehemmung, auch weil er in der aktuellen Spielzeit bisher nur viermal zum Einsatz kam.

2018 wagte Schmidt den Wechsel aus der Regionalliga ins Bundesliga-Unterhaus nach Heidenheim. 20 Mal durfte er in seiner Premieren-Saison unter Frank Schmidt ran, ließ aber seine Torgefahr fast gänzlich vermissen.

Dass er weiß, wo das Tor steht, hat Schmidt zuvor in der Regionalliga bewiesen. Beim FC Saarbrücken erzielte er in 83 Partien 47 Tore. Besser war sein Schnitt nur während seiner zwei Jahre beim FC Homburg, für den Schmidt in 37 Partien 23 mal traf.

Für seinen neuen Arbeitgeber ist es jedoch überlebenswichtig, dass der Saarländer seinen Torriecher schnell wiederfindet. Denn mit nur 17 Toren nach 18 Spielen stellt das Zweitliga-Schlusslicht den schwächsten Angriff im Unterhaus. «Ich habe mir keine gewisse Zahl vorgenommen, weiß auch nicht, wann das erste kommt. Aber ich bin zuversichtlich. Der Erfolg der Mannschaft steht über allem», sagt Schmidt.

Eingelebt hat er sich zumindest schnell, wohl fühlt er sich allemal. Dafür sorgt auch Abwehrspieler Florian Ballas, mit dem er vor fünf Jahren gemeinsam in Saarbrücken spielte. Auch damals kämpften die beiden Saarländer gegen den Abstieg - konnten ihn aber nicht verhindern.


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