Pascal Köpke will Kopf nicht den Sand stecken

Der Ex-Auer im Trikot von Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin erlebt beim Test in Aue sowohl einen schönen als auch einen schlechten Tag.

Aue.

Als Pascal Köpke am Mittwochabend die Berliner Hertha als Kapitän aufs Spielfeld in Aue führte, kamen die Erinnerungen: "Das ist doch klar. Hier hat man schon einiges erlebt: Viele spannende Spiele, wo es sozusagen um Leben und Tod ging, wo ganz viel auf dem Spiel stand", meinte der 23-Jährige nach dem Test. Diesen verlor der Bundesligist mit 1:4 (0:3) überraschend deutlich. Doch abgesehen von der schwachen Vorstellung der Berliner besonders in Hälfte eins, freute sich Köpke auf das Wiedersehen mit alten Bekannten, sprach von einem "schönen Tag an alter Wirkungsstätte" und "einem schönen Gefühl", die Binde tragen zu dürfen.

Knapp zweieinhalb Jahre stürmte der gebürtige Hanauer einst im Lößnitztal. Gekommen in der Winterpause 2015/16, schoss der schnelle Angreifer die Auer gleich mit in die 2. Fußball-Bundesliga. Es folgten zwei spannende Jahre, in denen den Veilchen auch die Relegation nicht erspart blieb. 2017/18 setzten sie sich gegen den Drittligisten Karlsruher SC, Köpkes Ex-Verein, in zwei heißen Duellen durch. Nach dieser Saison wechselte der Sohn von Ex-Nationaltorhüter Andreas Köpke an die Spree.

Durchsetzen konnte er sich bei den Hauptstädtern noch nicht. Sieben Kurzeinsätze stehen aus der letzten Saison zu Buche. "Ich habe immer gesagt, dass es nicht einfach ist, wenn man aus der 2. Liga nach Berlin kommt, wo gestandene Bundesligaprofis spielen. Aber es lief dennoch nicht wie gewünscht", gibt Köpke zu. Den Kopf in den Sand stecken will er nicht: "Ich sehe es trotzdem nicht als verlorenes Jahr, weil man jeden Tag mit diesen Spielern trainiert und sich entwickelt. Aber klar, dieses Jahr will ich angreifen, mehr Einsätze haben und versuchen, es zu packen."

Befördern könnte das der Trainer, der Ante Covic heißt und zuvor die U-23 von Hertha BSC betreute. Dort spielte auch Köpke in der vergangenen Saison einige Male. Ein Vorteil? "Er kennt mich relativ gut. Ich hoffe, dass es auch in der Bundesliga mit ihm klappt", sagt der Mittelstürmer, der auf dieser Position mit Vedad Ibisevic und Davie Selke freilich Hochkaräter vor der Nase hat. Entgegenkommen könnte dem Ex-Auer, wenn Covic taktisch auf drei Angreifer setzt. Die Außenbahn ist Köpke aus den Zeiten beim FC Erzgebirge nicht fremd.

Am Mittwoch agierte der 23-Jährige eine Halbzeit lang im Zentrum - und wie fast alle Berliner schlecht. "Klar ist, dass der FCE in der Vorbereitung weiter ist und wir zuletzt Gas gegeben haben. Aber man kann nicht alles auf die Frische schieben. Bei uns hat das Passspiel nicht gestimmt, wir sind nicht hinten rausgekommen und hatten nicht viel Bewegung im Spiel", ärgerte sich Köpke, dessen Tagwerk nach 45 Minuten beendet war. Covic tauschte die gesamte Mannschaft aus. Das ist in einem Test nichts Ungewöhnliches. Pascal Köpke hätte sich dennoch einen anderen Abgang gewünscht.

Service Testspiel: FC Erzgebirge Aue - Union Berlin (Sonnabend/16 Uhr).

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