Saisonauftakt: Erzgebirge Aue unterliegt Union Berlin knapp

Aufgrund eines späten Gegentreffers verliert der FC Erzgebirge Aue den Saisonauftakt bei Union Berlin knapp mit 0:1. Der neue Auer Cheftrainer Daniel Meyer hat sich seinen Einstand anders vorgestellt.

Berlin (dpa/sn) - Das Debüt von Daniel Meyer auf der Trainerbank des FC Erzgebirge Aue ist misslungen. Seine Mannschaft verlor zum Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag beim 1. FC Union Berlin unglücklich mit 0:1 (0:0). Vor 21 752 Zuschauern erzielte Felix Kroos in der 87. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Siegtreffer für die Gastgeber. Für die Sachsen war die Niederlage bitter. Über weite Strecken hatte das Meyer-Team vor allem defensiv eine sehr konzentrierte Leistung abgeliefert.

Mit Jan Hochscheidt und Robert Herrmann standen nur zwei der insgesamt acht Neuzugänge in der Auer Startelf. Filip Kusic, Maximilian Pronitschew und Steve Breitkreuz, der über weite Strecken der Vorbereitung mit einer langwierigen Knieverletzung zu kämpfen hatte, wurden von Meyer nicht für den Kader berücksichtigt. Außerdem musste der FCE auf den angeschlagenen Dominik Wydra verzichten.

Das Vorhaben der Auer, den Gastgebern in den Zweikämpfen aggressiv zu begegnen, wurde schon in der Anfangsphase sichtbar. Malcolm Cacutalua holte sich in der 2. Minute nach einem harten Foul an Christopher Trimmel die erste Gelbe Karte der Partie ab. Die Berliner zeigten sich davon unbeeindruckt und kamen durch Akaki Gogia zur ersten Torchance (6.). Seinen platzierten Schuss aus rund 20 Metern klärte FCE-Torhüter Martin Männel mit einer starken Parade zur Ecke.

Anschließend beruhigte sich das Geschehen. Die Defensive der Sachsen um Abwehrchef Christian Tiffert hatte sich gut auf die Angriffsversuche von Union eingestellt. Im Spiel nach vorn präsentierte sich das Meyer-Team in der ersten halben Stunde allerdings noch zu zögerlich. Erst in der 32. Minute musste Rafael Gikiewicz das erste Mal eingreifen. Einen Freistoß von Mario Kvesic ließ der Berliner Torhüter nach vorn klatschen, doch beim Abpraller war kein Auer zur Stelle.

Diese Aktion weckte plötzlich die Angriffslust der Gäste, die innerhalb von 120 Sekunden zu zwei weiteren Möglichkeiten kamen. Erst schoss Fabian Kalig nach einem Eckball über das Tor (34.), dann brachte Dimitrij Nazarov nach einer Kvesic-Vorlage den Ball aus drei Metern nicht im Gehäuse unter (36.).

Auch im zweiten Durchgang konnte das Meyer-Team die Berliner weit vom eigenen Tor fernhalten. Da sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte, bekamen die Zuschauer kaum noch torgefährliche Aktionen zu sehen.

Als sich alle Beteiligten schon mit einem torlosen Auftakt abgefunden hatten, verwandelte Kroos einen Freistoß aus 22 Metern direkt ins linke obere Toreck.

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