Stillstand bei Dynamo Dresden: Fokus auf Wiesbaden-Spiel

Stillstand im Abstiegskampf. Nach der Niederlage in Hannover wächst der Druck auf Dynamo Dresden weiter. Am Samstag muss das Schlusslicht beim Vorletzten Wehen Wiesbaden ran.

Hannover/Dresden (dpa) - Null Punkte aus zwei Spielen: Dynamo Dresdens Chancen auf den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga schwinden nach der 0:3-Pleite bei Hannover 96 weiter. Sechs Zähler hat das Schlusslicht Rückstand auf den Relegationsrang, der aktuell vom Karlsruher SC gehalten wird. Nur vier Zähler entfernt ist der kommende Gegner Wehen Wiesbaden.

Daher muss Dresden an diesem Samstag (13.00/live in Sky) im Abstiegskrimi beim Vorletzten punkten. «Wir wissen, dass es ein wichtiges Spiel ist. Ob es ein Endspiel ist, werden wir hinterher wissen. Wichtig ist, dass wir in die Verfassung kommen», erklärte Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski.

Viel Zeit hat der 50 Jahre alte Coach nicht. Sieben Spiele bleiben noch, um den dritten Zweitliga-Abstieg der Vereinsgeschichte zu verhindern. «Wir wissen, dass wir punkten müssen, um da unten rauszukommen. Wir sind nicht meilenweit weg, aber auch nicht ganz nah dran», erklärte Kauczinski nach der 15. Saisonniederlage.

Erneut wurde Dynamo aufgezeigt, wie sehr das Team nach der verlängerten Corona-Pause und nur einer Woche Mannschaftstraining den Ansprüchen im Unterhaus hinterherläuft. Das erkannte auch der scheidende Sportchef Ralf Minge. Daher forderte der 59-Jährige für die letzten sieben Spiele «Energie, die in unserer Situation notwendig ist. Das steht über allem, da braucht man nicht über taktische Feinheiten oder B-Noten reden. Die Basics und die Mentalität sind gefragt.»

Es fehlt in vielen Bereichen. Auch bis zum nächsten Spiel ist kaum Training möglich. «Jeder Spieltag, jede Erholungsphase hilft uns. Wir hoffen, dass wir am Samstag mit dem, was wir bisher gemacht haben, eine Mannschaft auf den Platz bekommen, mit der man Wehen Wiesbaden gefährlich werden und sie auch schlagen kann», meinte Kauczinski.

Minge versucht es in seinen letzten Amtstagen mit einem Appell: Es gehe um das Schicksal des Vereins Dynamo Dresden. «Das sind zigtausende Fans, Mitglieder, Sponsoren und Partner. Diejenigen, die ihr letztes Hemd geben, leiden. Wir müssen uns das vor Augen halten und alles geben. Wenn es dann am Ende nicht reicht, sollten wir uns zumindest nicht Vorwurf gefallen lassen müssen, nicht alles gegeben zu haben», forderte Minge.

Fehlen wird dabei Dzenis Burnic. Die Leihgabe von Borussia Dortmund ist der siebte Name auf Dynamos langer Verletztenliste. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler hat sich die Bänder im Sprunggelenk gerissen und fällt bis Saisonende aus.

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