Torlos in Darmstadt: Dominante Dresdner erreichen nur Remis

Gegen tiefstehende Darmstädter fand Dynamo Dresden selten den Weg vor das Tor, hatte dennoch vor allem im ersten Durchgang gute Einschuss-Möglichkeiten. Letztlich fehlte die Kaltschnäuzigkeit.

Darmstadt (dpa) - Die SG Dynamo Dresden hat den Sprung in die obere Tabellenhälfte der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Das Team von Cristian Fiel kam am Freitagabend beim Tabellennachbarn SV Darmstadt 98 nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt dadurch mit vier Zählern vorerst Tabellen-14., kann aber noch auf einen Abstiegsrang abrutschen.

«Wir waren definitiv die bessere Mannschaft, hätten aufgrund der Chancen einfach viel mehr Tore schießen müssen. Drei Punkte wären definitiv drin gewesen», sagte Baris Atik nach dem Abpfiff.

Sein Trainer Fiel vertraute vor 14 610 Zuschauern Merck-Stadion am Böllenfalltor derselben Elf, die vergangenen Sonntag ihren ersten Saisonsieg einfuhr. Auch auf der Bank nahm der 39 Jahre alte Coach keine Veränderung vor. Das bedeutete auch, dass Dynamos teuerster Transfer der Vereinsgeschichte, Moussa Koné, erneut nicht im Kader stand.

Wiederum mit nur einem Stürmer drückte Dresden schnell auf das frühe Führungstor, ließ aber, wie in bisher allen drei Ligapartien zuvor, die letzte Gefahr vermissen. Die Fiel-Elf war mit über 70 Prozent Ballbesitz die dominierende Mannschaft, konnte sich gegen den Darmstädter Abwehrriegel aber lange Zeit nicht gefährlich in Szene setzen.

Die Hausherren setzten vollends auf schnelle Tempogegenstöße und warteten auf Dresdner Fehler. Nach einem Ballverlust von Dzenis Burnic hatte Serdar Dursun (13.) die große Möglichkeit auf dem Fuß, doch Geburtstagskind Kevin Broll parierte sehenswert.

So verflachte die Partie nach 15 Minuten etwas, erst zehn Minuten vor dem Pausenpfiff fand Dynamo ein ums andere Mal Lücken im Defensiv-Verbund der «Lilien».

Wie schon am Sonntag hätte Patrick Ebert (38.) die Sachsen fast mit einem Freistoß aus vergleichbarer Position in Führung gebracht, doch dieses Mal segelte der Ball nur Millimeter am Pfosten vorbei. Drei Minuten später vergab Atik die größte Gelegenheit im ersten Durchgang, der 24-jährige Mittelfeldspieler scheiterte aus sechs Metern an Torwart Florian Stritzel.

Im zweiten Durchgang passierte wenig, Dresdens Alexander Jeremejeff (81.) scheiterte kurz vor Abpfiff am Pfosten. «In der zweiten Halbzeit hatten wir viele einfache Ballverlust. Da können wir froh sein, dass es Darmstadt nicht besser ausgespielt hat», sagte Jannik Müller.

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