Veilchen haben keine Zeit zum Hadern

Der FC Erzgebirge Aue richtet nach der Niederlage beim SV Darmstadt den Blick nach vorn. Bereits am Mittwoch erwartet den Zweitligisten eine schwere Aufgabe im DFB-Pokal.

Darmstadt/Aue.

Der Ärger des FC Erzgebirge Aue nach dem 0:1 gegen den SV Darmstadt hielt sich in Grenzen. "Wir hätten gern etwas mitgenommen und einen Punkt auch verdient gehabt. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut einverstanden. Die Vorgaben wurden eingehalten", sagte FCE-Trainer Dirk Schuster am Freitagabend nach der Niederlage bei seiner Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte in Hessen.

Der 51-Jährige lobte die taktische Disziplin seiner Schützlinge. "Für Zuschauer sah das nicht sonderlich ästhetisch aus. Keine Mannschaft wollte sich die Blöße geben, den Gegner zum Toreschießen einzuladen", analysierte der Coach. Das funktionierte aus Auer Sicht bis zur 87. Minute sehr ordentlich, dann köpfte der Darmstädter Innenverteidiger Dario Dumic nach einem Eckball das Tor des Tages für die Lilien. "Er kommt mit Wucht und ist in dieser Situation kaum zu verteidigen", erklärte Aues Linksverteidiger Dennis Kempe, der am Darmstädter Böllenfalltor nach einer Knieverletzung zu Saisonbeginn am Freitag zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der Startelf stand.

"Wenn du in der 87. Minute das Gegentor kriegst, tut so eine Niederlage sehr weh", erklärte Pascal Testroet. Der FCE-Angreifer hatte zudem beim Stand von 0:0 das leere Tor bereits vor Augen, doch der spätere Torschütze Dumic grätschte einen Querpass von Tom Baumgart gerade noch so ins Toraus. "Das war in unserer starken Phase. Wenn der Pass zehn Zentimeter weiter nach vorn kommt, schiebe ich den aus einem Meter ins Tor. Das ist dieses Quäntchen, das den Unterschied macht - ärgerlich", sagte Testroet.

Angesichts der Tabellensituation - der FC Erzgebirge steht nach zehn Spieltagen mit 18 Punkten auf Platz vier - lässt sich die knappe Auswärtsniederlage verschmerzen. Und Zeit für lang anhaltendes Hadern gibt es in dieser Woche im Lößnitztal ohnehin nicht. Am Mittwochabend steht für die Veilchen das DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf an. "Die Partie ist ein Bonusspiel. Wir sind gut beraten, hinzufahren und Spaß zu haben", meinte Kempe und fügte selbstbewusst hinzu: "In einem K.o.-Spiel ist alles drin."

Dass die Defensive wie schon in den vergangenen Wochen auch in Darmstadt weitestgehend gut funktionierte, dürfte im Rheinland die Grundvoraussetzung dafür sein, den Bundesligisten in dessen Stadion ärgern zu können. "Ich gehe davon aus, dass wir nicht mit sechs Mann angreifen werden", scherzte Testroet. "Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren: Düsseldorf ist der haushohe Favorit. Dennoch: Es klingt ein bisschen doof, aber es stehen auf beiden Seiten elf Spieler auf dem Platz und wir wollen gewinnen."

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