CFC: Glöckner ändert das System

Fünf Tage hatte der neue Cheftrainer des Chemnitzer FC Zeit, um sich mit seiner Mannschaft vertraut zu machen. Nun folgt die erste Bewährungsprobe.

Chemnitz.

Am Samstag muss Patrick Glöckner den ersten Praxistest im neuen Job bestehen, wenn die Himmelblauen bei der SG Sonnenhof Großaspach (Anpfiff 14 Uhr) antreten. Beide Teams haben keinen optimalen Start hingelegt. Der CFC ist mit sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz notiert, der schwäbische "Dorfclub" mit zwei Zählern mehr nur einen davor.

Nach dem Heimsieg gegen Jena, den er noch von der Tribüne aus verfolgte, hat der neue Coach versucht, die gute Stimmung in die Trainingswoche mitzunehmen. "Wir haben an Details unserer Spielweise gearbeitet, dabei zogen die Jungs sehr gut mit", sagt Glöckner und macht kein Geheimnis daraus, dass er das System, das sein Vorgänger David Bergner favorisierte, ändern will. Die zuletzt praktizierte defensive Ausrichtung soll abgeschafft werden. "Wir wollen das Heft des Handelns wieder mehr in die Hand nehmen, den Ball vom Gegner so schnell wie möglich zurückholen. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet. Deshalb wird sich auch unsere Grundordnung ändern, wenngleich ich die Mannschaft da nur Schritt für Schritt heranführen kann", erklärt der 42-Jährige. Um diesen Matchplan umsetzen zu können, hat der Trainer etliche Gespräche geführt. "Wenn man etwas Neues spielen will, muss man die Jungs mit ins Boot holen und herausfinden, ob sie für diese Aufgabe bereits sind. Ich denke, das sind sie. Wir können das Spiel mit positiver Energie angehen", sagt der gebürtige Bonner. Trotz aller Zuversicht ist sich Glöckner auch darüber im Klaren, dass in Großaspach keine entspannten 90 Minuten warten. "Die SG ist sehr heimstark, robust, sucht den Erfolg vor allem über Standards und ein schnelles Umkehrspiel", analysierte der Chemnitzer Coach.

Dass die Großaspacher damit in den vergangenen Wochen nicht sehr erfolgreich waren, macht die Aufgabe für die Chemnitzer nicht einfacher. Beim Kampf um den zweiten Saisonsieg muss der CFC auf Davud Tuma verzichten, der nach einem Mittelhandbruch ausfällt. Er wurde mittlerweile operiert. Innenverteidiger Kostadin Velkov steht zwar wieder im Mannschaftstraining, doch nach seiner langen Verletzungspause kommt ein Einsatz noch zu früh. Sein Körper benötige noch Zeit, um sich wieder an die Anforderungen zu gewöhnen. Rund 300 himmelblaue Fans werden den CFC nach Schwaben begleiten.


Auftaktsiege sind selten<b> </b>

Das erste Punktspiel der letzten zehn CFC-Cheftrainer:

Dirk Barsikow (2) 25. 9. 2004

CFC - 1. FC Köln II 0:1

Dietmar Demuth 12. 3. 2005

KFC Uerdingen - CFC 0:3

Joachim Müller (2) 18. 2. 2006

Carl Zeiss Jena - CFC 3:1

Tino Vogel - 15. 4. 2007

CFC - FC Eilenburg 0:0

Christoph Franke (2) - 26. 4. 2008

CFC - FSV Zwickau 2:0

Gerd Schädlich - 17. 8. 2008

CFC - Energie Cottbus II 1:1

Karsten Heine - 19. 10. 2013

W. Burghausen - CFC 1:0

Sven Köhler - 6. 3. 2016:

VfB Stuttgart II - CFC 1:1

Horst Steffen - 23. 7. 2017:

CFC - FSV Zwickau 1:0

David Bergner - 20. 1. 2018:

SC Paderborn - CFC 2:0

(2) Für diese Trainer war es die jeweils zweite Amtszeit als CFC-Coach.

Voraussichtliche CFC-Aufstellung: Jakubov - Milde, Hoheneder, Reddemann, Doyle - Tuma, Langer, Müller, Garcia - Hosiner, Awuku.

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