CFC macht das Spiel, Gegner schießt die Tore

Der neue Chemnitzer Chefcoach verliert mit seinem offensiv ausgerichteten Team in Großaspach 0:2. Trotz zahlreicher Chancen blieben die Himmelblauen torlos.

Aspach.

Patrick Glöckner, der neue Trainer des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC, hatte vor seinem Debüt auf dem Chefsessel angekündigt, mit seiner Startelf offensiver als zuletzt agieren zu wollen. Und tatsächlich übernahm seine Mannschaft beim selbsternannten Dorfclub Sonnenhof Großaspach die Initiative, hatte mehr Spielanteile, mehr als ein Dutzend Ecken und auch zahlreiche Chancen. Zweimal prallte der Ball ans Aluminium. Dennoch wurde es für den 42-Jährigen keine erfolgreiche Premiere. Denn die effizienten Gastgeber machten aus wenig viel und gewannen vor 1512 Zuschauern 2:0 (1:0). Für die Hausherren war es der erste Heimsieg der Saison.

Der CFC wartet hingegen weiter auf den ersten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit. Nachdem so viele Parameter für die Sachsen sprachen, aber das Ergebnis dazu nicht passte, verstand man im Chemnitzer Lager die Fußballwelt nicht mehr. "Meine Mannschaft ist sicher und selbstbewusst aufgetreten, hat umgesetzt, was ich von ihr sehen wollte. Wir haben uns viele Möglichkeiten herausgespielt, stehen aber ohne Punkte", lautete Glöckners Fazit.

Der CFC hätte schon in der ersten Minute in Führung gehen können, doch Philipp Hosiner traf aus Nahdistanz nur den Pfosten. Anschließend blieben die Himmelblauen in der Offensive engagiert, aber ohne Ertrag. Vielmehr fingen sie sich mit der ersten Chance der Gastgeber den Gegentreffer ein. Die Himmelblauen steckten das Tor relativ gut weg und versuchten, das Ergebnis zu korrigieren. Die Gäste zeigten sich präsent, belohnten sich aber nicht dafür. Nach einer knappen halben Stunde zog erneut Hosiner ab, doch SG-Torwart Maximilian Reule konnte klären. Reule gehörte in der Saison 2014/15 dem CFC an und zeigte am Samstag eine starke Leistung.

Anschließend fehlte es der Glöckner-Elf keinesfalls an Einsatz und Willen, dennoch ging es mit dem 0:1 in die Kabine. "Wir haben bis zur Pause ein gutes Spiel gemacht, aber der Gegner hat das Tor erzielt. Jetzt haben wir noch genug Zeit, das zu ändern", sagte der Chemnitzer Co-Trainer Christian Tiffert zur Pause. Die Chemnitzer blieben auch nach dem Wechsel aktiv. Tom Doyle nagelte die Kugel aus der Distanz an die Querlatte. Doch ein weiterer Treffer fiel für die SGS. Im Anschluss an eine Ecke markierte Kai Gehring per Kopf das 2:0 (69.).

Zu allem Überfluss verloren die Sachsen kurz vor dem Abpfiff auch noch Tobias Müller, der nach einen Foulspiel von hinten die Rote Karte sah. CFC-Profi Rafael Garcia schüttelte nach der Partie mit dem Kopf. "Das Ergebnis kann man gar nicht erklären. Wir machen so ein gutes Spiel, treffen Pfosten und Latte. Heute waren wir richtig vom Pech verfolgt", sagte der 26-Jährige. "Wenn der erste Ball reingeht, gewinnen wir. Natürlich sind wir enttäuscht. Aber wenn wir so weiterarbeiten, dann müssen wir uns auch keine Sorgen machen", blickte Garcia nach vorn.

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