CFC schießt Siegtor in der Nachspielzeit - Hosiner mit Doppelpack

Der Chemnitzer FC hat am 22. Spieltag der 3. Fußball-Liga ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Beim SV Meppen gewann das Team von Cheftrainer Patrick Glöckner vor knapp 6300 Zuschauern 2:1 (0:1), bleibt aber trotz des Dreiers auf einem Abstiegsrang. Die Gastgeber waren über weite Strecken durchaus das bessere Team, aber der CFC gab sich nicht auf. Chemnitz hatte jedoch in Person von Jakub Jakubov einen bärenstarken Torwart zwischen den Pfosten und in Philipp Hosiner einen eiskalten Vollstrecker.

Die Vorzeichen standen für die Glöckner-Elf vor dem Anpfiff nicht gut. Zunächst hatte Viktoria Köln am Freitag in Halle gewonnen und damit für den Chemnitzer FC den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf vier Punkte vergrößert. Zudem hatten die Chemnitzer zuvor in fünf Gastspielen in Meppen fünf Pleiten kassiert. Immerhin sorgte Rafael Garcia nach 6 Minuten für einen ersten Lichtblick. Er fädelte mit Philipp Hosiner einen Doppelpass ein und kam zum Abschluss. Allerdings verfehlte die Kugel das Meppener Gehäuse knapp.

Doch dann kam der große Auftritt von Hassan Amin. Er zirkelte einen Eckball direkt in den Chemnitzer Kasten und sorgte dafür, dass CFC-Torhüter Jakubov zu seinem 31. Geburtstag ein zweifelhaftes Präsent auf den Gabentisch gelegt bekam und die Gastegber 1:0 führten. Pascal Itters Versuch, mit dem Kopf zu klären, schlug fehl.

Der Treffer hatte bei den Himmelblauen Wirkung hinterlassen. Denn die Emsländer machten nun weiter das Spiel und setzten den CFC mächtig unter Druck. Immerhin sprang in der 23. Minute ein Kopfball für Dejan Bozic heraus, der nach langer Pause wieder einmal in der Startelf stand. Doch er wurde eine sichere Beute für den Meppener Torwart. Nach einer halben Stunde hatten die Gäste Glück, dass Deniz Undav das Spielgerät frei stehend über das Gehäuse jagte. Dann klärte Jakubov in höchster Not per Fuß auf der Linie.

Insgesamt konnten sich die Chemnitzer nach 45 Minuten bedanken, nur mit einem knappen Rückstand in die Kabine zu gehen. "Das brauchen wir nicht schönreden. Meppen hätte schon 3:0 führen können", sagte zur Pause der Chemnitzer Co-Trainer Christian Tiffert.

In der Pause wurde gewechselt. Tim Campulka machte Platz für Erik Tallig, Tarsis Bonga wurde durch Neuzugang Maximilian Oesterhelweg ersetzt. Doch die Gäste blieben stressgeplagt und mussten in der 53. Minute registrieren, dass der Schiedsrichter auf Foulelfmeter für Meppen entschied. Doch Jakubov hielt den Ball sicher. Dann ertönte im Strafraum gegenüber ein Pfiff. Der Referee entschied nach einer Aktion von SV-Kicker Stefen Puttkammer auf Handelfmeter. Hosiner ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball völlig humorlos zum 1:1.

Nach dem Treffer gaben die Schützlinge von Patrick Glöckner auf dem Rasen eine viel bessere Figur ab, als vor dem Seitenwechsel. Allerdings musste Jakubov nach reichlich 70 Minuten alles geben, um gegen Undav einen erneuten Rückstand zu verhindern. Auf der Gegenseite hätten Garcia und später Philipp Sturm das 2:1 machen können, wenn sie im Abschluss präziser zu Werke gegangen wären. Dann war es Hosiner, der in Nachspielzeit per Kopf den Auswärtsieg perfekt machte. (kbe)

Chemnitzer FC: Jakubov - Itter, Hohender, Reddemann, Sirigu - Campulka (46.Tallig) , Bohl - Bonga (46.Oesterhelweg), Bozic (81. Sturm), Garcia - Hosiner

SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Puttkammer, Komenda, Amin - Egerer, Evseev - Guder /77. (Kremer), Tankulic (77. Düker), Rama (66. El-Helwe) - Undav

Tore: 1:0 Amin (14.) Hosiner 1:1 (57.) 1:2 Hosiner (90+2)

Zuschauer: 6259


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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 8
    0
    sonora
    02.02.2020

    Glückwunsch.

  • 9
    2
    mathausmike
    01.02.2020

    Auch solche"dreckigen"Siege führen zum Klassenerhalt! :-)