CFC-Stürmer Bozic rettet Chemnitz einen Punkt

Jetzt wird es eng für den CFC in Sachen Klassenerhalt. Einen Punkt brachten die Chemnitzer vom Drittligamatch gegen Uerdingen mit. Einer, der noch wertvoll werden kann.

Düsseldorf.

Ein Sonntagsschuss von Manuel Konrad und ein Tor von Dejan Bozic waren die Treffer der Partie am Freitagabend, in der der Chemnitzer FC die bessere Mannschaft war. Vor dem Sachsenderby am Mittwoch in Zwickau ist der Druck nun trotzdem gewaltig.

Patrick Glöckner hatte seine Ankündigung wahr gemacht. Das Rotieren hat ein Ende. Der Chemnitzer Trainer schickte exakt dieselbe Startelf gegen Uerdingen auf den Platz, die am Dienstag schon beim 1:2 gegen Braunschweig begonnen hatte. KFC-Coach Stefan Krämer tauschte gegenüber der vorangegangenen Partie (eine 1:2-Schlappe gegen Würzburg), schickte unter anderem den Ex-Chemnitzer Alex Bittroff auf den Platz, den sonst die Düsseldorfer Fortuna pflügt. Die Krefelder haben schon seit zwei Jahren kein echtes Heimspiel mehr bestritten. Weil die heimische Grotenburg in ein modernes Fußballstadion umgebaut wird, empfangen die KFC-Kicker ihre Kontrahenten nach einer Saison in Duisburg in dieser nun in Düsseldorf und werden das auch in der kommenden Spielzeit noch tun. Ob dann noch der CFC unter den Gästen sein wird, ist ungewiss.

Vor der Reise in den Westen hatte Glöckner sein Team damit vorbereitet, vor allem die zahlreichen guten Offensivszenen aus der Partie gegen die Eintracht noch einmal per Video anzuschauen. Das sollte Mut machen. Dazu taugte vielleicht auch der Fakt, dass die Himmelblauen gegen die Krefelder schon ewig nicht mehr verloren hatten. Das letzte Mal war das im November 2001 der Fall, danach folgten im direkten Vergleich beider Teams fünf Unentschieden und drei Chemnitzer Siege. Diese Serie hielt.

Die Himmelblauen - diesmal ganz in Weiß - begannen engagiert, aber nicht mit dem letzten Risiko. Zum einen hieß es bei schwüler Hitze die Kräfte einzuteilen, zum anderen sollte ein Rückstand unbedingt vermieden werden. Krämers Taktik war ähnlich, so wurde es eine zähe Angelegenheit. Zu viele Pässe fanden keinen Mitspieler, zu wenige Ideen zündeten. An das Chancenfestival vom Dienstag erinnerte erst einmal nichts. Zwei Schüsse von Bozic (links vorbei/8., abgeblockt/28.) waren notierenswert, mehr noch Hoheneders Versuch (rechts vorbei/35.) nach Garcias Flanke und Hosiners Ablage mit der Brust. Der KFC brachte offensiv 45 Minuten lang noch weniger zustande, ging unmittelbar vor der Pause dann aber doch in Führung. Manuel Konrad zog vom Strafraumeck einfach mal ab und traf in den rechten oberen Winkel von Jakubovs Kasten (45.). Unmittelbar zuvor hatte der CFC-Keeper noch gr0ßartig reagiert und Ibrahimajs Flanke, die von Hoheneder abgefälscht gefährlich Richtung Tor flog, zur Ecke abgewehrt.

Mit Langer anstatt Tallig und mit deutlich mehr Feuer kamen Glöckners Mannen aus der Kabine. Und sie waren dem Ausgleich nah: Bonga zielte nur knapp rechts vorbei (47.), Hosiner jagte die Kugel an die Latte (49.). Und noch einmal Pech, als auch Garcias Knaller das Torgestänge streifte (65.). Auch Langer hatte das 1;1 auf dem Fuß, traf den Ball aber zentral vor dem Tor nicht richtig, so ging er weit drüber (75.). Auch Hosiner war mit seinem Versuch aufs kurze Eck noch einmal nah an einem Treffer (81.). Aber erst Dejan Bozic drückte den Ball schließlich doch noch über die Linie (89.). Die Vorarbeit kam vom starken Bonga. Der CFC konnte die Heimreise wenigstens mit einem Punkt im Gepäck antreten. Und mit einem zusätzlichen Handicap: Hosiner sah nach einem leichten Schubser gegen Bittroff die zehnte Gelbe Karte der Saison und fehlt damit in Zwickau.

StatistikUerdingen: Königshofer - Bittroff, Girdvainis, Lukimya, Dorda - Konrad, Matuschyk - Guenouche (22. Barry), Daube (63. Großkreutz/V), Kinsombi (58. Pflücke) - Ibrahimaj (V/58. Evina). Chemnitzer FC: Jakubov - Itter (V/64. Milde), Hoheneder (V), Reddemann, Sirigu (64. Tuma/V) - Bonga, Müller (V/71. Krebs), Tallig (46. Langer), Garcia (82. Sturm) - Bozic, Hosiner (V).

SR: Stegemann (Bonn). Tore: 1:0 Konrad (45.), 1:1 Bozic (89.)

1Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    0
    jeverfanchemnitz
    26.06.2020

    Da kommt mir spontan in den Sinn, dem Ansinnen "Im Osten geht die Sonne unter" voll beizupflichten.

    Störfaktor im Profifußball: Ostvereine.
    Dazu tragen Spieler und Verantwortliche der Westvereine bei. Die brauchen den Fußball-Osten nicht. Und die West-Schiris tun ihr Übriges dazu.

    Hut ab, wenn dann noch so ein Spiel rauskommt und wenigstens ein Punkt. Hoffentlich reichts am Ende.