CFC-Trainer mit neuen Sorgenfalten

Der Fußball-Drittligist spielt am heutigen Sonnabend bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters. Trotzdem soll der Knoten endlich platzen.

Chemnitz.

Wer beim Chemnitzer FC in den vergangenen Tagen nach Ansatzpunkten für grenzenlosen Optimismus gesucht hat, dürfte kaum fündig geworden sein. Nachdem die Mitgliederversammlung mit einem Eklat endete und Insolvenzverwalter Klaus Siemon sich gerade um einen neuen Notvorstand bemüht, befindet sich der Fußball-Drittligist auch sportlich in rauem Wasser. Nach fünf Spielen stehen zwei Punkte und der vorletzte Tabellenplatz zu Buche. Am heutigen Sonnabend nehmen die Himmelblauen erneut Anlauf, den ersten Dreier einzufahren. Gegner ist der FC Bayern München II.

Doch vor dem Spiel, das 14 Uhr im Stadion an der Grünwalder Straße in der bayerischen Landeshauptstadt angepfiffen wird, ist die personelle Lage beim CFC sehr angespannt. Neben den drei Langzeitverletzten Ioannis Karsanidis, Kostadin Velkov und Philipp Sturm kann Cheftrainer David Bergner auch weiterhin nicht auf den angeschlagenen Innenverteidiger Niklas Hoheneder bauen. "Er hat zwar teilweise mittrainiert, musste dann aber wieder zurückstecken, weil er erneut Schmerzen bekam", berichtete der Coach. Zudem legte Tobias Müller einen Krankenschein vor, weil er an der gleichen Stelle am Fuß Beschwerden hat, wie zum Ende der vergangenen Regionalligasaison. Der Mittelfeldakteur konnte in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren und dafür nur ein paar Einheiten auf dem Ergometer absolvieren. Um schnell wieder fit zu werden, unterzieht er sich derzeit einer Laser- und Stromtherapie.

Trotz dieser Rückschläge, so versicherte der Chefcoach, habe die Truppe in den vergangenen Tagen intensiv, aber auch mit viel Spaß und Lust auf mehr gearbeitet. Ob der aktuelle Gegner bei den Himmelblauen jedoch als ein zusätzlicher Stimmungskatalysator dient, dürfte mehr als bezweifelt werden. David Bergner hat den Nachwuchs des Deutschen Rekordmeisters vergangenen Montag bei seinem Gastspiel in Halle persönlich unter die Lupe genommen. "Es handelt sich zweifellos um eine sehr gut ausgebildete Mannschaft mit großer individueller Klasse. Ich denke, dass mehrere Spieler aus diesem Kader in den kommenden Jahren Stammspieler in Bundesligavereinen sind. Es wird ein sehr interessanter Auftritt", wertete Bergner und fügte . "Ich war bisher weder als Spieler noch als Trainer in diesem Stadion. Deswegen freue ich mich sehr auf das Spiel."

Als potenzieller Torschütze könnte Tarsis Bonga in Erscheinung treten, der nach seinem Wechsel von Zwickau nach Chemnitz in jedem Punktspiel der Himmelblauen zum Einsatz kam. "Natürlich bin ich froh, dass ich bisher bei jedem Spiel dabei war. Doch ich muss weiter arbeiten, um Stück für Stück besser zu werden", sagte der 22-Jährige. Dessen Bruder Isaac spielt bei den Washington Wizards in der NBA-Basketball und gehört der deutschen Nationalmannschaft an. "Eigentlich stehen wir in regelmäßigem Kontakt, haben uns aber in den vergangen Tagen etwas in Ruhe gelassen. Denn sportlich haben wir beide gerade sehr viel zu tun", erklärte Tarsis Bonga. Und das gilt nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Mannschaft des Chemnitzer FC. kbe

Voraussichtlich CFC-Aufstellung: Jakubov - Itter, Schoppenhauer, Sarmov, Reddemann, Milde - Bonga, Langer , Bohl, Garcia - Bozic.

De Freitas geht weg

Der Chemnitzer FC informierte am Freitag, dass Marcelo de Freitas mit sofortiger Wirkung nicht mehr zum Kader gehört. "Cello hat mich gebeten, den Vertrag auf Grund seiner familiären Situation aufzulösen. Seinem Wunsch sind wir nachgekommen", erklärte Geschäftsführer Thomas Sobotzik. Der Brasilianer war in der Sommerpause vom Drittliga-Absteiger Energie Cottbus gewechselt. Er kam beim CFC in den bisherigen fünf Partien dreimal zum Einsatz.

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