Chemnitzer FC unterliegt Preußen Münster mit 0:3

Chemnitz. Sportlich ist für den Chemnitzer FC die Punktspielserie 2016/17 in der 3. Liga zwar gelaufen. Doch die Heimpartie am Sonntag gegen Preußen Münster lebte von ganz besonderen emotionalen Momenten. Denn auf den Tag genau vor 50 Jahren holte der FC Karl-Marx-Stadt den Meistertitel in der DDR-Oberliga. Viel der Helden von einst, darunter Eberhard Vogel, Manfred Lienemann und Fritz Feister, waren gegen Münster ins Stadion gekommen und wurden von den Fans gefeiert. "Stolz blicken wir zurück - 1967, unser Meisterstück", stand auf einem großen Transparent auf der Südtribüne. Zudem weilte ein weiterer Prominenter unter den Zuschauern. Denn Michael Ballack, dessen bemerkenswerte Karriere in Chemnitz begann, sah sich die Partie an. Viel Freude wollte dabei nicht aufkommen. Denn nach einer schwachen Leistung verloren die Himmelblauen vor knapp 6000 Zuschauern 0:3 (0:1). Bereits nach acht Minuten gingen die Gäste durch Martin Kobylanski in Führung. Münster, in dessen Reihen mit Sebastian Mai und Jeron Al- Hazaimeh auch zwei Ex-Chemnitzer standen, machte danach weiter die Musik. Von einem Kopfball von Daniel Frahn abgesehen, passierte in der Offensive des CFC zunächst wenig. Doch mit zunehmender Spieldauer erhöhte der CFC den Druck, hatte aber auch Glück, als Adriano Grimaldi nach einer halben Stunde nur den Pfosten traf.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte erneut Frahn eine Chance, die ungenutzt blieb, auch Dennis Mast brachte die Kugel nicht unter. Besser machte es dann Münster mit Michele-Claudio Rizzi (65. Minute) und Adriano Grimaldi (73. MInute), die den Endstand herstellten. "Wir hatten uns viel vorgenommen, haben aber die Anfangsphase nicht ohne Gegentor überstanden. Bis zum 0:2 haben wir viel versucht, haben dann aber schlecht verteidigt und eine bittere Niederlage kassiert", sagte CFC- Cheftrainer Sven Köhler. (kbe)

 

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    acals
    07.05.2017

    Mal wieder überträgt der MDR komplett live, auch Halbzeitpause. Danke.

    Am Ende: "Schlusspfiff. Pfiffe von den Tribünen." Die CFC Spieler gehen tatsächlich für 3 sec in ihre Ecke - nieman will sie anfeuern etc. Spricht Bände!

    Auffälligkeiten? Ja!

    Wie sagte ein Meisterspieler von 67:

    "Na ja, unter uns, die drei Führungspieler von damals wurden per SED Beschluss aus Aue abkommandiert."

    Nur mal zur Info: Vertreter dieser Partei bzw. präziser ehemalige Mitglieder sitzen auch heute noch im Stadtrat von Chemnitz ... und da ist es doch gut zu wissen das heuer Aue nicht mehr abgeben muss - und deswegen eine Klasse besser als Chemnitz ist. Das nur zur Info an Buergerbewegte von '89 die meinen mit der denen wäre Staat zu machen ...

    Haarmode(n): Vielleicht ist es beim letzten Spiel den Chefärzten und andern "Profis' beim CFC aufgefallen: Es sollte eher eine Prämie für Eieer in der Hose (sprich Erfolg) vereinbart werden als dafür wer das meiste Geel in den Haaren hat.
    Rein modetechnisch: es wird sich auch nach Chemnitz zu den CFC Spielern rumsprechen das Babyface (glatrasier) schon hübsch anzuschauen ist, heute aber her Bart auf der Liste steht.

    Bei Spielen gegen Preussen Münster schaut der neutrale Beobachter natürlich auch genauer hin, denn es wurden bei solchen Spielen ja rollstuhlfahrende Radioreporter dieses Clubs auf der Pressetribüne in der Vergangenheit "abgeklatscht" - das scheint in 2017 nicht der Fall gewesen zu sein. Der CFC lernt also tatsächlich dazu.

    Noch was? Ja. Wie immer gilt in der 3. Liga für den CFC - man ist gemütlich eingerichtet, man hat soviel Siege wie Niederlagen, ausgeglichenes Torverhältnis - es besteht keine Gefahr das man ab- oder evtl. auch aufsteigt. Dafür kann man aber - und dies auf unsere Chemnitzer Steuerzahlerkosten - in einem 2.ligareifen Stadion den Ball 3.klassig hin und her schieben.

    Auf ein neues - CFC!



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