Ex-Zwickauer Marcel Bär schießt den FSV ab

Eintracht Braunschweig schlägt den FSV mit dessen Waffen. 1:3 verlieren die Westsachsen zum Abschluss dieses 17. Spieltages in der 3. Fußball-Liga. Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht.

Braunschweig.

Als eine kleine Wundertüte hatte Zwickaus Joe Enochs die Braunschweiger Eintracht vor dem Montagabendspiel bezeichnet. "Mit einem neuen Trainer gibt es immer auch neue Impulse", sagte der FSV-Coach mit Blick auf die Inthronisierung seines Gegenübers Marco Antwerpen. Der Coach hatte mit dem 2:1-Sieg über den CFC einen gelungenen Einstand gefeiert, setzte gegen den FSV auf den Chemnitzer Doppeltorschützen Mike Feigenspan. Zwickau dagegen vertraute der Startelf, die Münster mit 4:2 in die Knie gezwungen hatte.

Die Gäste aus Sachsen kamen schwer in die Partie. Nach 15 Minuten standen bereits drei gute Torchancen (Proschwitz, Krijewski, Burmeister) für Braunschweig auf dem Zettel. Doch entweder bewies Torhüter Johannes Brinkies seine Klasse, oder die Abschlüsse der Gastgeber waren zu unpräzise. Das änderte sich aber bald: Ausgerechnet Marcel Bär, der ehemalige FSV-Profi, erzielte die 1:0-Führung in der 27. Minute. Der 27-Jährige setzte sich nach Flanke von Proschwitz im Kopfballduell gegen Marcus Godinho durch. Und nur zwei Minuten später spekulierte Bär gut, nahm einen misslungenen Pass von Fabio Viteritti im Strafraum auf und beförderte den Ball - eher ungewollt - zu Martin Kobylanski. Die Nummer 10 der Eintracht hatte überhaupt keine Mühe, das Leder über die Linie zu drücken. Und die Zwickauer? Sie sorgten in Halbzeit eins nur durch Distanzschüsse für Torgefahr. Doch weder Viteritti noch Morris Schröter konnten Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic überraschen.

So hatte sich die Elf von Joe Enochs einiges für die zweite Hälfte vorgenommen. Doch aus der Aufholjagd wurde nichts. Denn auch Eintrachts Co-Trainer Frank Eulberg kündigte zur Pause an: "Wir wollen aufs dritte Tor gehen. Unserem Spiel kommt es zugute, dass wir jetzt etwas offensiver verteidigen. Das hat sich zum Beispiel beim 2:0 ausgezahlt." Genau dieses frühe Pressing ist die Forderung, die Joe Enochs in jedem Spiel verlangt. Doch diesmal nutzte der Gegner die Taktik, um Zwickau zu schlagen. Statt des Anschlusstreffers erhöhte die Eintracht auf 3:0. Nach einem Freistoß missglückte Elias Huth der Abwehrversuch, sodass Becker den Ball unter die Latte jagte. Erst als es zu spät war, wachten die Zwickauer auf. Gerrit Wegkamp und Marcel Hehne kamen in die Partie. Das 1:3 fiel nach Abschlag von Brinkies. Wegkampf legte ab, Ronny König (67.) schoss platziert ins Eck. Nach einem Treffer aus Abseitsposition von König hatte Wegkamp noch die Riesenchance zum 2:3, doch der Stürmer brachte freistehend das Leder nicht im Kasten unter.

Statistik

Eintracht: Fejzic - Godem, Becker, Burmeister, Kijewski - Wiebe, Nehrig (V) - Bär (82. Pfitzner), Kobylanski (V/73. Otto/V), Feigenspan (67. Putaro) - Proschwitz.

Zwickau: Brinkies - Godinho, Handke, Frick, Miatke - Schröter (V/82. Jäpel), Reinhardt, Jensen (63. Hehne), Viteritti - König, Huth (63. Wegkamp).

SR.: Haslberger (St. Wolfgang); Zuschauer: 16.300; Tore: 1:0 Bär (27.), 2:0 Kobylanski (29.), 3:0 Becker (56.), 3:1 König (67.).

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